caritas_150Freiburg. - Wenn der Zugang zu sauberem Wasser und ausreichender Hygiene weltweit sichergestellt wäre, könnte täglich das Leben von 4.000 Kindern gerettet werden. Darauf hat Caritas international anlässlich des Weltwassertages am 22. März aufmerksam gemacht. "Wer Menschen vor Katastrophen schützen will, der muss den Zugang zu Wasser sichern. Wasser ist ein Schlüsselfaktor für die Entwicklung der Welt", sagte Oliver Müller, Leiter von Caritas international.

Noch immer, so die Caritas, haben rund 900 Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Wasser, davon ein Drittel in der aktuell von einer Dürre heimgesuchten Sahelzone. 

In Westafrika baut und repariert Caritas international, das Hilfswerk der deutschen Caritas, derzeit unter anderem Dämme, Wasserrückhaltebecken und Bewässerungskanäle, um die Verfügbarkeit von Wasser zu verbessern. "Die Folgen von Hungerkrisen können durch den richtigen Umgang mit Wasser deutlich entschärft werden", so Müller. Das zeigten die Erfahrungen in Ost- und Westafrika.

So waren beispielsweise in Äthiopien vergangenes Jahr die Folgen der Dürre dank erfolgreichen Wassermanagements weit weniger dramatisch ausgefallen als in anderen Regionen Ostafrikas. Gleiches lässt sich Caritas international zufolge in Westafrika beobachten: Präzisere Frühwarnsysteme, bessere Vorratshaltung und ein erfolgreiches Wassermanagement  tragen dazu bei, dass die Auswirkungen der aktuellen Hungerkrise abgemildert werden.



"Wir haben in den vergangenen Jahren wichtige Fortschritte in der Katastrophenvorsorge gemacht, speziell in Afrika. Aber wir sind noch nicht am Ziel. Dass täglich 4000 Kinder aus Mangel an sauberem Trinkwasser und unzureichender  Hygiene sterben müssen, ist ein Skandal, der uns nicht ruhen lassen darf", so Müller.

Caritas international, das Hilfswerk der deutschen Caritas, führt weltweit mehr als 20 Projekte im Wassersektor mit einem Gesamtvolumen von über sechs Millionen Euro durch. Der Weltwassertag wird seit 1993 jährlich begangen. Er ist ein Ergebnis der Weltkonferenz für Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro. 



www.caritas-international.de

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