Artenschutz

www.iwcoffice.org/Madeira/München (epo.de).- "Die Gewinner sind Dänemark und Japan, die Verlierer sind die Wale und die Europäischen Union." So lautet das Fazit der Artenschutzorganisation Pro Wildlife zur Tagung der Internationalen Walfangkommission (IWC), die am Donnerstag zu Ende ging. "Die EU ist bei kontroversen Themen nicht mehr in der Lage, sich zu einigen und für den Walschutz einzutreten. Mit einem einzigen Antrag auf Fangquoten für Buckelwale in Grönland konnte Dänemark die gesamte EU auch bei anderen Themen lahmlegen", berichtete Sandra Altherr, die für Pro Wildlife an der IWC-Tagung teilgenommen hat, am Freitag. "Und das ist umso fataler, weil sich viele Länder an der Position der EU orientieren. Bekommt die EU dies künftig nicht in den Griff, kann sie zum Walschutz nicht mehr viel beitragen", so das Fazit Altherrs.

Protest gegen die Patentierung von Pflanzen und Tieren. ©Greenpeace

Luzern (epo.de).- Trotz zunehmender Proteste erteilt das Europäische Patentamt (EPA) in München weiter Eigentumsrechte an Lebensmitteln, Pflanzen und Saatgut aus konventioneller Zucht. Dies geht aus einem Report hervor, den Greenpeace, „Kein Patent auf Leben!“, die Erklärung von Bern, Swissaid, der Development Fund und Misereor am Freitag  im schweizerischen Luzern vorgestellt haben. In den 500 von der Organisation „Kein Patent auf Leben!“ recherchierten Patent-Anträgen und etwa 70 erteilten Patenten werden neben Mais und Salat auch Bäume, Babynahrung und Bier beansprucht. Die beteiligten Organisationen fordern, dass die Patentflut mit klaren politischen Vorgaben gestoppt wird. Erst vergangene Woche hatten Greenpeace und Misereor Einspruch am EPA gegen die Zucht von Schweinen eingelegt.

Madagaskar-MausmakiGenf (epo.de). - Das seit Monaten andauernde politische Chaos in Madagaskar gefährdet nach den Erkenntnissen von Tierschützern den einzigartigen Artenreichtum des Inselstaates. Tierschmuggler nützten die Gelegenheit, um um unbehelligt bedrohte Arten außer Landes zu schaffen, berichtete die NGO Pro Wildlife am Donnerstag in München. Dennoch wolle der Tierausschuss des Washingtoner Artenschutzübereinkommens ab dem 20. April in Genf darüber beraten, das bisherige Handelsverbot für dutzende Reptilienarten aufzuheben.
scarmarbin logoBrüssel (epo.de). - Belgische Naturwissenschaftler haben ein Internet-Portal zur Artenvielfalt in der Antarktis initiiert. Es handelt sich um das erste vollständige Register antarktischer Meereslebewesen und beinhaltet Daten von 18 Forschungsexpeditionen, die die Region während des Internationalen Polarjahres (IPY) im Zeitraum März 2007 bis März 2009 besuchten. Auch Daten früherer Forschungsreisen in die Antarktis sind kostenlos abrufbar.
Buckelwal. Foto: WWFBerlin (epo.de). - Vor der japanischen Botschaft in Berlin hat Greenpeace am Mittwoch gegen “einen der größten Skandale in der japanischen Walfang-Geschichte” protestiert. In Japan stehen derzeit zwei Aktivisten der Umweltorganisation vor Gericht, weil sie den Handel mit illegalem Wal-Fleisch aufgedeckt hatten. Die Staatsanwaltschaft wirft Junichi Sato und Toru Suzuki Diebstahl und Hausfriedensbruch vor. Ihnen drohen bis zu zehn Jahre Haft. “Nicht der mutige Einsatz für den Schutz der Wale, sondern das Töten der Tiere sollte in Japan auf dem Prüfstand stehen”, erklärte Greenpeace-Meeresbiologe Thilo Maack.
gtzEschborn (epo.de). - Ein Meeresschutzprojekt der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) auf den Philippinen ist so erfolgreich, dass das Schutzgebiet von ursprünglich 130 Hektar jetzt auf 36.000 Hektar ausgeweitet wird. Durch den Küstenschutz um die philippinische Insel Leyte hätten sich die Bestände an Meereslebewesen so gut erholt, dass die Schutzgebiete signifikant vergrößert werden und sich jetzt alle 28 Distrikte beteiligen, teilte die GTZ am Montag in Eschborn mit.

Foto: Der Microcebus macarthurii lebt im Osten Madagaskars in den dichten, immergrünen Bergregenwäldern der Makira-Region. © Dr. Blanchard Randrianambinina

Hannover (epo.de). - Eine Arbeitsgruppe des Instituts für Zoologie der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) hat gemeinsam mit madagassischen Wissenschaftlern und Studierenden der Organisation GERP (Groupe d'Étude et de Recherche sur les Primates de Madagascar) eine Primatenart beschrieben, die der Fachwelt bisher nicht bekannt war. Die Ergebnisse wurden jetzt auf der Internetseite des Fachmagazins American Journal of Primatology veröffentlicht. Die kleine nachtaktive Mausmaki-Art wurde auf den Namen Microcebus macarthurii, MacArthur's Mausmaki, getauft. 

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