Artenschutz

gtzEschborn (epo.de). - Ein Meeresschutzprojekt der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) auf den Philippinen ist so erfolgreich, dass das Schutzgebiet von ursprünglich 130 Hektar jetzt auf 36.000 Hektar ausgeweitet wird. Durch den Küstenschutz um die philippinische Insel Leyte hätten sich die Bestände an Meereslebewesen so gut erholt, dass die Schutzgebiete signifikant vergrößert werden und sich jetzt alle 28 Distrikte beteiligen, teilte die GTZ am Montag in Eschborn mit.

Foto: Der Microcebus macarthurii lebt im Osten Madagaskars in den dichten, immergrünen Bergregenwäldern der Makira-Region. © Dr. Blanchard Randrianambinina

Hannover (epo.de). - Eine Arbeitsgruppe des Instituts für Zoologie der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) hat gemeinsam mit madagassischen Wissenschaftlern und Studierenden der Organisation GERP (Groupe d'Étude et de Recherche sur les Primates de Madagascar) eine Primatenart beschrieben, die der Fachwelt bisher nicht bekannt war. Die Ergebnisse wurden jetzt auf der Internetseite des Fachmagazins American Journal of Primatology veröffentlicht. Die kleine nachtaktive Mausmaki-Art wurde auf den Namen Microcebus macarthurii, MacArthur's Mausmaki, getauft. 

Walfang mit Harpune. Foto: WWF

Santiago de Chile (epo.de). - Der Walschutz ist aus der Sicht der Umweltstifung World Wide Fund for Nature (WWF) auf der 60. Sitzung der Internationalen Walfang-Kommission IWC in Chile einmal mehr auf Grund gelaufen. "Für den Schutz der Wale sind nicht einmal homöopathische Fortschritte erzielt worden", lautete das Fazit von Volker Homes vom WWF Deutschland. Die unterschiedlichen Positionen von Walfanggegnern und -befürwortern seien so festgefahren, dass sich die Kommission lediglich drauf verständigt habe, keine Beschlüsse zu fassen. 

Sigmar Gabriel. Foto: BMUBonn (epo.de). - In Bonn ist am Freitag die neunte Vertragsstaatenkonferenz der UN-Konvention über biologische Vielfalt (CBD) zu Ende gegangen. Der deutsche Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) fand positiv, dass man überhaupt über das Problem des Artensterbens geredet hatte: "Es ist ein sehr gutes Ergebnis. Die Debatte zum Naturschutz ist zurück auf der internationalen Tagesordnung", resümierte er. Und der Exekutivsekretär der UN-Konvention über biologische Vielfalt, Ahmed Djoghlaf, lobte: "Bonn hat Geschichte gemacht, dies war die wichtigste aller Vertragsstaatenkonferenzen."

Tropenwald-Zerstörung. Foto: FSC

Bonn/Berlin (epo.de). - Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Greenpeace und andere nichtstaatliche Organisationen (NGOs) haben die Ergebnisse der UN-Naturschutzkonferenz in Bonn als "Fortschritt im Schneckentempo" kommentiert. "Beim Artenschutz ist der Fortschritt eine Schnecke. Und viele Schnecken sind bedroht", erklärte der BUND. Greenpeace kritisierte inbesondere das "Schneckentempo" beim dringend notwendigen Schutz der Urwälder. Der UN-Biodiversitätsgipfel habe "die Lähmung der internationalen Staatengemeinschaft beim Arten- und Naturschutz deutlich gemacht", so Greenpeace.

cbd Bonn (epo.de). - Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul hat die Bonner Naturschutzkonferenz als einen Erfolg gewertet. "Wenn 180 Staaten gemeinsam einen wirksamen Schutz der Biodiversität erreichen wollen, ist die verbindliche Einigung auf den Weg zu diesem Ziel unabdingbar. In Bonn haben wir diesen Weg festgelegt und ihn gut ausgeschildert." Mit den erreichten Einigungen beim Vorgehen gegen Biopiraterie und zur Ausweisung von Naturschutzgebieten seien echte Erfolge erreicht worden, die angesichts der Blockadehaltung einzelner Länder nicht erwartbar waren.
eedBonn (epo.de). - "Die Verhandlungen gehen weiter." Das sei "die positive Nachricht" der UN-Konferenz der Konvention über die biologische Vielfalt in Sachen Kampf gegen Biopiraterie, erklärte der Evangelische Entwicklungsdienst am Freitag nach dem Ende der Debatten. Am Nachmittag hatten die 191 Vertragsstaaten sich auf einen Fahrplan für die weiteren Verhandlungen bis zu ihrem nächsten Treffen 2010 im japanischen Nagoya geeinigt. "Einen Durchbruch bedeutet das Konferenzergebnis jedoch nicht", kommentierte Michael Frein vom EED das Ergebnis.
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