Ernährung

Stuttgart. - Die Ernährungswissenschaftlerin und Epidemiologin Dr. Ina Danquah erhält die Robert Bosch Juniorprofessur "Nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen" 2019. Sie wird an der Universität Heidelberg erforschen, wie Ernährungsweise und Klimaveränderungen in Subsahara-Afrika miteinander zusammenhängen und sich gegenseitig beeinflussen. Auf dieser Basis wird Dr. Danquah Strategien für eine nachhaltige Ernährung entwickeln, die die unterschiedlichen Herausforderungen auf dem Land und in der Stadt berücksichtigen.

oeko institutFreiburg. - Fisch und Fischprodukte sind Bestandteile einer ausgewogenen und gesunden Ernährung. In Deutschland kommen jährlich mehr als eine Million Tonnen Fisch und Fischprodukte auf deutsche Teller. Nur etwa zwei Prozent stammen dabei aus heimischer Aquakultur, weitere 18 Prozent aus der deutschen Hochseefischerei. Der große Rest des in Deutschland verzehrten Fischs wird aus verschiedenen Teilen der Erde importiert. Das Öko-Institut fordert die Verbraucher auf, Fisch aus nachhaltigen einheimischen Beständen zu verzehren.

wfp iconRom. - Am Welternährungstag (16. Oktober) hat das UN World Food Programme (WFP) eine neue Studie veröffentlicht. Sie zeigt: Nahrungsmittel in Konfliktgebieten oder politisch instabilen Ländern werden immer unerschwinglicher. Die anhaltend hohen Nahrungsmittelpreise zerstören in dutzenden weiteren Ländern die Hoffnung auf eine nahrhafte Mahlzeit für Millionen Menschen.

venro Berlin. - Anlässlich des Welternährungstages (16. Oktober) hat der Verband für Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (VENRO) darauf hingewiesen, dass eine wachsende Zahl von Menschen aufgrund von Flucht und erzwungener Migration hungert. Die Bundesregierung müsse ressortübergreifend die Ursachen angehen und gegensteuern. Waffenexporte müssten unterbunden, ambitionierter Klimaschutz umgesetzt und Handelsabkommen so gestaltet werden, dass bäuerliche Landwirtschaft nicht blockiert, sondern gefördert wird, erklärte VENRO.

Berlin. - Politik und Agrarindustrie versprechen, dass neue Technologien wie die Digitalisierung den Hunger besiegen können. Das evangelische Hilfswerk Brot für die Welt und die Menschenrechtsorganisation FIAN legen in ihrem aktuellen "Jahrbuch zum Recht auf Nahrung" dar, wie die Digitalisierung die Auseinandersetzung um Ressourcen sogar verschärfen und eine dezentrale Nahrungsmittel-Versorgung gefährden kann.

whh 150Berlin. - Weltweit wurden bei der Bekämpfung des Hungers seit der Jahrtausendwende große Fortschritte erzielt. Dies zeigt der neue Welthunger-Index, der die Ernährungslage in 119 Ländern berechnet. Die Index-Werte zur Hungersituation sind weltweit seit dem Jahr 2000 um 28 Prozent gefallen und auch die Kindersterblichkeit hat sich im gleichen Zeitraum halbiert. Die jüngst gestiegene Zahl der Hungernden von 821 Millionen Menschen zeigt jedoch, dass der Trend aktuell in die falsche Richtung geht, so die Welthungerhilfe. Wenn das Tempo bei der Bekämpfung des Hungers gleich bleibt, wird es 50 Ländern nicht gelingen, den Hunger bis 2030 abzuschaffen.

unoRom. - Die Zahl der Hungernden steigt weiter an. Das bestätigt der am Dienstag veröffentliche UN-Bericht "The State of Food Security and Nutrition in the World 2018". Demzufolge litten 2017 weltweit 821 Millionen Menschen Hunger – das ist jeder Neunte. Wenig Fortschritt wurde zudem in der Bekämpfung der verschiedenen Formen von Mangelernährung erzielt – von Unterentwicklung bei Kindern bis zu Fettleibigkeit bei Erwachsenen. Dadurch ist die Gesundheit von hunderten Millionen Menschen gefährdet.

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