germanwatch 150Bonn. - Rund ein Fünftel der Weltbevölkerung könnte bald direkt von den Folgen schmelzender Gletscher und steigender Meere bedroht sein: Der Weltklimarat (IPCC) kommt in seinem Sonderbericht zu einer noch dramatischeren Einschätzung zu Ozeanen und Eismassenverlust als im Sachstandsbericht von 2013. Angesichts dieser Prognosen fordert die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch ein höheres Tempo beim Klimaschutz und die globale Klimaneutralität bis spätestens 2050.

bmz 100Berlin. - Der Weltklimarat (IPCC) hat am Mittwoch einen Sonderbericht zu den Auswirkungen der Erderwärmung auf die Weltmeere sowie die Schnee- und Eisflächen vorgelegt. Der Meeresspiegel steigt danach immer stärker an. Die Ozeane werden wärmer, schrumpfende Gletscher bedrohen die Trinkwasserversorgung. Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) sagte dazu, für die kleinen Inselstaaten und andere Entwicklungsländer sei der Klimawandel "längst zur nackten Überlebensfrage geworden".

Berlin. - Anlässlich des für Mittwoch von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner einberufenen "Nationalen Waldgipfels" drängen der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Deutscher Naturschutzring (DNR), Forum Umwelt und Entwicklung, Greenpeace, Naturschutzbund Deutschland (NABU), Robin Wood und WWF Deutschland auf eine ökologische Wende in der deutschen Waldpolitik. Die Umweltorganisationen fordern, die Bekämpfung der Klimakrise und den Schutz der Wälder ins Zentrum der Anstrengungen zu stellen.

oxfamBerlin. - Die tatsächliche Unterstützung, die die am wenigsten entwickelten Länder von reichen Ländern erhalten, um sich vor den verheerenden Auswirkungen der Klimakrise zu schützen, beträgt umgerechnet rund ein Cent pro Kopf und Tag. Das geht aus einem neuen Bericht hervor, den die Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam veröffentlicht hat. Darin beschreibt sie die verheerenden Auswirkungen der Erderwärmung in Mosambik und Ländern am Horn von Afrika.

unoBerlin. - Das Forum Umwelt und Entwicklung, die Klima-Allianz Deutschland und der Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (VENRO) erwarten von Bundeskanzlerin Angela Merkel auf dem Climate Action Summit und dem Sustainable Development Summit in New York konkrete Vorschläge dazu, wie die nachhaltigen Entwicklungsziele (SDG) der Vereinten Nationen umgesetzt und finanziert werden und welche Schritte die Bundesregierung dafür innenpolitisch wie auch global treffen wird. Die Verbände fordern, dass das Treffen auf höchster politischer Ebene mehr ergeben muss als eine reine Bestätigung der Relevanz der Nachhaltigkeits- und Klimaziele und ein Benennen freiwilliger Maßnahmen.

germanwatch 150Bonn. - Weil die Klimaschutz-Zusagen der einzelnen Staaten bisher nicht stark genug sind, um die Klimaziele des Pariser Abkommens zu erreichen, hat UN-Generalsekretär Guterres die internationale Staatengemeinschaft für Montag nach New York eingeladen. Auf diesem UN-Sonderklimagipfel und bis spätestens nächstes Jahr sollen die Staaten ihre nationalen Klimaziele nachbessern. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel wird in New York erwartet und benötigt dafür ein strukturveränderndes eigenes Klimapaket im Gepäck, betonte die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch.

dahw neuBerlin. - Am 30. September läuft das deutsche Rüstungsexportmoratorium gegenüber Saudi-Arabien offiziell aus. Zwar berichteten Medien, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel an dem Waffenembargo festhalten will. Dennoch hat ein breites Bündnis aus 56 zivilgesellschaftlichen Organisationen – darunter auch die DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe – einen offenen Brief an die Bundesregierung veröffentlicht: Sie fordern nicht nur die Verlängerung des Moratoriums, sondern auch das konsequente Schließen der darin enthaltenen Lücken.

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