Peking (epo). - Durch Umweltverschmutzung und -zerstörung infolge des Wirtschaftsbooms gehen der Volksrepublik China jährlich rund 200 Milliarden US-Dollar verloren - zehn Prozent des Bruttosozialproduktes. Dies geht aus dem Weißbuch "Environmental Protection in China (1996-2005)" hervor, das der chinesische Staatsrat jetzt in Peking veröffentlichte. Der Raubbau auf Kosten der Umwelt drohe sogar noch zuzunehmen, sagte Zhu Guangyao, der stellvertretende Direktor der staatlichen Umweltschutzbehörde (SEPA), die rund eine halbe Million Mitarbeiter hat. Das Weißbuch ist die zweite Veröffentlichung zur Lage der Umwelt seit 1996.

Putrajava/Berlin (epo). - Die in der Gruppe der 77 (G77) zusammengeschlossenen Entwicklungsländer haben das Macht-Ungleichgewicht in den Entscheidungsprozessen internationaler Handels- und Finanzinstitutionen kritisiert. Dies schwäche den Kampf gegen Armut und Unterentwicklung, erklärte die G77 bei einem Treffen der Blockfreienbewegung am Montag in Putrajava/Malaysia. Kosten und Nutzen der Globalisierung seien ungerecht verteilt, sagte der stellvertretende südafrikanische Außenminister Aziz Pahad als Sprecher der G77.

DiegoBonn (epo). - Die Deutsche Welthungerhilfe (DWHH) hat anlässlich der Fußball Weltmeisterschaft 2006 ein Online-Tippspiel gestartet. "Diego!" biete alle Möglichkeiten eines professionellen Tippspiels, verbunden mit der Möglichkeit, für ein Straßenkinderprojekt von Arminia Bielefeld in Ghana oder ein Trinkwasser- Projekt des FC St.Pauli für Kuba zu spenden. Dem Hauptgewinne winkt eine Reise in die Türkei für zwei Personen.

Oxfam Offside

Berlin/Jakarta (epo). - Viele Arbeiterinnen und Arbeiter in der Sportbekleidungs-Industrie müssen mit Einschüchterungen, Gewalt und Entlassung rechnen, wenn sie versuchen, gewerkschaftlich tätig zu werden. Darauf weist Oxfam International in einem neuen Bericht hin, der heute in Jakarta vorgestellt wurde. Oxfam hatte über ein Jahr lang zwölf große Markenfirmen untersucht. Laut Oxfam unternimmt keine dieser Firmen genug, um in ihren Lieferketten die grundlegenden Rechte auf Vereinigungsfreiheit und Kollektivverhandlungen durchzusetzen.

Soja Anbau in Brasilien. Foto: GreenpeaceHamburg (epo). - Am Internationalen Tag der Biologischen Vielfalt hat Greenpeace dem US-Agrarkonzern Cargill vorgeworfen, er unterstütze mit seinem Soja-Geschäft die Zerstörung des größten und artenreichsten Regenwaldes der Erde am Amazonas. "Der Konzern fördert die Ausweitung des Soja-Anbaus im Regenwald durch Kredite, landwirtschaftliche Maschinen und Logistik. Cargill bezieht die Soja von Farmern, die den Urwald zerstören sowie in illegale Landnahme und Sklaverei verwickelt sind. Die nach Europa exportiete Soja dient hier als Futter für Masttiere wie Schweine, Rinder oder Kühe", kritisierte Greenpeace.

HurrikanBonn (epo). - Die Entwicklungs- und Umweltorganisation Germanwatch hat in Bonn den Globalen Klima-Risiko-Index 2006 vorgestellt. Der Index vergleicht alle Staaten der Welt hinsichtlich ihrer Betroffenheit durch extreme Wetterereignisse wie Hurrikans, Überschwemmungen oder Dürren. "Ärmere Länder leiden stärker unter Wetterkatastrophen als reiche", lautet das Ergebnis des Jahresberichts. "Der Klima-Risiko-Index zeigt, dass die ärmeren Länder insgesamt von extremen Wetterereignissen sehr viel stärker betroffen sind als die reicheren", sagte Sven Anemüller, Referent für Klima und Entwicklung bei Germanwatch und Mitautor des Klima Risiko Index.

Worldwatch Bericht 2006Berlin (epo). - Nur durch die Entkoppelung von Wachstum und Energieverbrauch lassen sich die globalen Herausforderungen meistern, die mit dem Aufstieg Chinas und Indiens zu wirtschaftlichen und politischen Großmächten verbunden sind. Darauf hat die deutsche Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul am Donnerstag bei der Vorstellung der deutschen Ausgabe des "Berichts zur Lage der Welt 2006" des Worldwatch-Institutes hingewiesen. Der Verwaltungsratsvorsitzende des renommierten Washingtoner Instituts, Oystein Dahle, forderte ein Umdenken hinsichtlich des bisherigen Produktions- und Konsumverhaltens. Der Ressourcenverbrauch müsse auf ein Zehntel des derzeitigen Standes gesenkt werden, sagte Dahle vor der Presse in Berlin.

Back to Top
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok