Entwicklungszusammenarbeit

data report coverLondon/Berlin (epo.de). - Die G8 Staaten haben bislang lediglich ein Drittel ihrer finanziellen Zusagen eingehalten, die sie auf ihrem Gipfeltreffen im Jahr 2005 Afrika gegenüber gemacht haben. Nur sieben Milliarden Dollar der bis 2010 angekündigten jährlichen Erhöhung von 21,5 Milliarden Dollar seien bisher verwirklicht worden, stellt der am Donnerstag in London und Berlin vorgestellte DATA Report 2009 fest. Besonders Italien und Frankreich "gefährden mit ihrem schwachen Engagement die Glaubwürdigkeit der G8 als Ganzes", erklärte die entwicklungspolitische Lobbyorganisation ONE, die den Bericht herausgibt.
g8 logoBerlin (epo.de). - 70 Prozent der Deutschen sind auch in Zeiten der Finanz- und Wirtschaftskrise für eine finanzielle Unterstützung armer Länder. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle repräsentative Umfrage der Hilfsorganisation Oxfam, die am Mittwoch in Berlin veröffentlicht wurde. Für 39 Prozent der Befragten ist es demnach wichtig, das derzeitige Niveau der Entwicklungshilfe beizubehalten. 31 Prozent stimmen sogar für eine Erhöhung der Ausgaben für arme Länder.
Memorandum 2009Bonn (epo.de). - Seit Oktober 2008 hat eine Gruppen von Fachleuten an einem entwicklungspolitischen Memorandum zur Bundestagswahl gearbeitet. Das Ergebnis, das "Memorandum 2009 - Entwicklungspolitik in der Zeit weltweiter Krisen", wurde am Donnerstag veröffentlicht. Eine der zentralen Forderungen der Memorandumsgruppe ist eine deutliche Steigerung der Aufwendungen zur Eindämmung des und zur Anpassung an den Klimawandel. Die Mittel müssten zusätzlich zur Öffentlichen Entwicklungshilfe bereitgestellt werden, fordern die Experten, die mehrheitlich in nichtstaatlichen Organisationen (NGOs) arbeiten. Sie schätzen, die Mittel für die "Klimakosten" und die Entwicklungszusammenarbeit müssten auf mindestens 1,2 Prozent des Bruttonationaleinkommens gesteigert werden.
Jahresbericht 2008Berlin (epo.de). - Die Auswirkungen der Finanzkrise droht die Zahl der weltweit hungernden Menschen noch in diesem Jahr auf mehr als eine Milliarde anwachsen zu lassen. "Es muss endlich eine glaubwürdige Trendwende eingeleitet werden", erklärte die Präsidentin der Welthungerhilfe, Bärbel Dieckmann, bei der Vorstellung des Jahresberichts der Organisation am Donnerstag in Berlin. "Die weltweite Ernährungssicherheit muss oberste Priorität haben. Rettungspakete sind wichtig, aber Nullen allein machen nicht satt."


gtzBerlin (epo.de). - Die Expertise der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) ist gefragter denn je. Das bundeseigene Unternehmen konnte seinen Umsatz im vergangenen Jahr um 16 Prozent auf rund 1,2 Milliarden Euro steigern, wobei der wachsende Haushalt des größten Auftraggebers, des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), eine große Rolle spielte. Bei der Vorstellung des Jahresberichtes 2008 am Mittwoch in Berlin hob der Aufsichtsratsvorsitzende, BMZ-Staatssekretär Erich Stather, aber auch auf die Bedeutung der Wirksamkeit der Entwicklungshilfe ab. 83 Prozent der 30 geprüften Projekte entsprechen dem Bericht zufolge den Kriterien einer effektiven Entwicklungszusammenarbeit. Vor allem auch aufgrund des Durchschlagens der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise auf die Entwicklungsländer sind zunehmend Beratungsleistungen im Finanzsektor gefragt.
Wolfgang Kroh. Foto: KfWBerlin (epo.de). - Das Jahr 2008 war aus der Sicht der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) trotz der Finanzkrise "ein gutes Jahr für die Förderung der Entwicklungsländer". Die KfW Entwicklungsbank und die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG), ein Unternehmen der KfW-Bankengruppe, sagten laut Jahresbericht rund 4,9 Milliarden Euro für Projekte in den Entwicklungs- und Transformationsländer zu. Dieses Zusageniveau sei "das höchste in der Geschichte der Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern", erklärten KfW und DEG bei der Vorstellung des Berichts am Montag in Berlin.
Counterbalance LogoBrüssel (epo.de). - Die Europäische Entwicklungsbank (EIB) unterstützt Unternehmen mit Krediten für Entwicklungsprojekte, die in Offshore Finanzzentren ihren Sitz haben. Dadurch drohe Entwicklungsländern "der Verlust von Millionen Euro Steuereinnahmen, Korruption, Kapitalflucht sowie fehlende Transparenz und Verantwortlichkeit", kritisiert Counter Balance, ein europäisches Netzwerk nichtstaatlicher Organisationen (NGOs). Die NGOs wollen jetzt eine Kampagne starten, um den Missbrauch von Steuergeldern für zweifelhafte Kapitalinvestoren bekannt zu machen.
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