Migration

zentrum ueberlebenBerlin. - In der deutschen Asyl- und Flüchtlingspolitik rücken die traumatischen Erlebnisse von Folterüberlebenden und Bürgerkriegsflüchtlingen sowie deren Folgen immer mehr in den Hintergrund. Häufig gehe es nur noch um die Frage, wie Menschen daran gehindert werden können, nach Europa zu kommen. Die Versorgung und Bedarfsermittlung der Menschen, die in Deutschland bleiben, weil sie in ihrer Heimat gefoltert, verfolgt oder durch schlimmste Kriegsgewalt traumatisiert wurden, bleibe dahinter zurück, kritisiert das Berliner Zentrum ÜBERLEBEN. Dabei steige die Nachfrage nach Behandlungsplätzen weiter. 

venro Berlin. - Zum Weltflüchtlingstag (20. Juni) hat der Verband für Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (VENRO) davor gewarnt, Flüchtlingsschutz auf Drittstaaten zu verlagern. Gleichzeitig kritisierte VENRO, wie aktuell über die Zurückweisung von Geflüchteten an deutschen Außengrenzen diskutiert wird. Der Verband fordert eine faire Verteilung von Flüchtlingen innerhalb Europas, die sich an EU-Recht hält.

uno fluechtlingshilfeBonn. - Ende des letzten Jahres waren 68,5 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht. Zu diesem erschreckenden Ergebnis kommt die am Dienstag veröffentlichte Jahresstudie "Global Trends" des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR). Demnach gibt es fast drei Millionen Flüchtlinge mehr als noch Ende 2016 (65,6 Millionen). Die Zahl 68,5 Millionen bedeutet, dass es derzeit mehr Flüchtlinge gibt, als Frankreich oder England Einwohner haben. Jeder 110. Mensch auf der Erde ist auf der Flucht. 

bicc neuBonn. - Die sogenannte freiwillige Rückkehr hat im Aufenthaltsrecht Vorrang vor der Abschiebung. Das Bonn International Center for Conversion (BICC) hat in einer neuen Publikation (BICC Policy Brief 7\2018) die "zunehmend restriktive deutsche Rückkehrpolitik" kritisiert. Die Autoren Valentin Feneberg und Claudia Olivier-Mensah analysieren, wie unter den gegebenen Bedingungen sukzessive Verbesserungen für die von Rückkehrmaßnahmen betroffenen Menschen erreicht werden können.

worldvisionBerlin. - Zum Weltflüchtlingstag am Mittwoch (20. Juni) hat die internationale Kinderhilfsorganisation World Vision gemahnt, die deutsche Entwicklungspolitik dürfe "nicht zu einem Instrument zur Verhinderung von Migration verkommen". Gemeinsam mit zehn weiteren Organisationen fordert World Vision, dass sich Europa nicht noch weiter abschotten dürfe.

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