greenpeace Hamburg. - Erstmals in der Geschichte der Vereinten Nationen (UN) kommen die Staats- und Regierungschefs ab dem 25. März in New York zusammen, um über den Schutz der Hohen See zu verhandeln. Denn Klimakrise, industrielle Überfischung, Rohstoffabbau und Plastikmüll setzen den Meeren schwer zu. Nur rund ein Prozent der Weltmeere außerhalb nationaler Hoheitsgewässer stehen bisher unter Schutz – dabei bedecken sie fast zwei Drittel der Erde. Greenpeace fordert ein starkes Abkommen zum Hochsee-Schutz.

"Dieser Ozeanvertrag wird die Weichen für die Zukunft der Meere und ihrer Bewohner stellen. Der ungezügelten Selbstbedienung auf der Hohen See muss ein Ende gesetzt werden", erklärte Greenpeace-Meeresexpertin Sandra Schöttner. "Nur ein starkes globales Hochseeschutzabkommen kann die Ausbeutung stoppen und den größten Lebensraum auf unserem blauen Planeten wirksam schützen."

Die zweite von insgesamt vier Runden zum Hochsee-Schutz findet vom 25. März bis 5. April in New York statt. Der Abschluss der Verhandlungen wird für 2020 erwartet. Die unabhängige Umweltschutzorganisation Greenpeace setzt sich seit vielen Jahren, zusammen mit mehr als 37 Organisationen der High Seas Alliance, für das globale Regelwerk ein. Für die zweite Verhandlungsrunde erwartet Greenpeace konkrete Fortschritte bei der Ausarbeitung des Vertragstextes.

Im Rahmen der UN-Verhandlungen wird Greenpeace am 4. April 2019 die neue Studie "30x30 – A Blueprint for Ocean Protection" in New York vorstellen. Sie basiert auf der wissenschaftlichen Auswertung und Modellierungen aktuellster Umweltdaten. Die Co-Autoren der Studie, Wissenschaftler der britischen Universitäten York, Oxford und Edinburgh, fordern gemeinsam mit Greenpeace ein weltweites Netz von Schutzgebieten, das mindestens 30 Prozent der Weltmeere umfasst. Nur so könnten lebendige Ozeane weiterhin das Weltklima stabilisieren und als Lebensraum noch unerforschter Arten erhalten bleiben.

Quelle: www.greenpeace.de 


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