Berlin (epo). - Mehr als 150.000 Menschen sind den Flutwellen (Tsunamis) in Süd- und Südostasien zum Opfer gefallen. Die indonesische Regierung teilte mit, rund 100.000 Menschen seien infolge des Seebebens und der Flutwelle am 26. Dezember allein in Indonesien gestorben. Besonders dramatisch ist die Lage nach wie vor in der Bürgerkriegsprovinz Aceh im Norden Sumatras, wo jegliche Infrastruktur für eine schnelle Hilfe fehlt.

In Aceh warten Katastrophenopfer weiterhin auf Hilfe. Hilfsorganisationen befürchten zusätzliche Opfer durch Seuchen und fehlendes Trinkwasser.

Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) benötigt nach eigenen Angaben rund 100 Millionen Dollar (73,5 Millionen Euro), um zwei Millionen Flutopfer in Asien mit Nahrungsmitteln zu versorgen. WFP-Sprecherin Caroline Hurford sagte am Donnerstag in Rom, ein entsprechender Spendenaufruf werde im Rahmen eines allgemeinen Appells der Vereinten Nationen in den kommenden Tagen veröffentlicht.

Deutsche Hilfsorganisation berichteten unterdessen von einer überwältigenden Spendenbereitschaft zur Linderung der Not in den Katastrophengebieten. Schon in den ersten zwei Tagen seien allein beim Deutschen Roten Kreuz 3,4 Millionen Euro eingegangen, sagte ein Sprecher. Die Aktion Deutschland Hilft, in der acht Organisationen zusammengeschlossen sind, meldete den Eingang von sieben Millionen Euro. Bundespräsident Horst Köhler rief die Deutschen zu weiteren Spenden auf. "Spenden Sie für die Opfer und den Wiederaufbau", erklärte Köhler am Donnerstag in Berlin. Wie Bundeskanzler Gerhard Schröder und Außenminister Joschka Fischer forderte der Bundespräsident Schuldenerleichterungen für die von der Flut betroffenen Nationen.

Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul setzte sich für eine internationale Geberkonferenz zur Finanzierung des Wiederaufbaus in Asien ein, die nach der ersten Soforthilfe-Phase stattfinden solle. Die Bundesregierung werde das Thema Schuldenerlass im Januar im Pariser Club der Gläubigerstaaten ansprechen, kündigte die Ministerin an.

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