Entwicklungszusammenarbeit

asBern (epo). - Der Schweizer Beitrag an die EU-Kohäsion von einer Milliarde Franken darf nicht auf Kosten der Hilfe an die Entwicklungsländer finanziert werden. Das haben mehr als 300 Persönlichkeiten in einem Appell an Bundesrat und Parlament gefordert. Die Beiträge an die EU-Kohäsion hätten nichts mit Entwicklungshilfe zu tun, betonte Bastienne Joerchel, Mitarbeiterin der entwicklungspolitischen Arbeitsgemeinschaft Schweizer Hilfswerke (Alliance Sud), am Dienstag in Bern.

Wiezorek-ZeulBerlin (epo). - Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) will den Wiederaufbau nach dem Erdbeben in Pakistan mit 10,6 Millionen Euro unterstützen. "Das schreckliche Erdbeben in Pakistan erfordert Unterstützung von allen Seiten. Auch Deutschland steht zu seiner Verantwortung. Deshalb stellt das Bundesentwicklungsministerium für langfristigen Wiederaufbau in Pakistan 10,6 Millionen Euro zur Verfügung", erklärte Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul am Freitag in Berlin.

BMZBerlin (epo). - Die Bundesregierung will ihr langjähriges entwicklungspolitisches Engagement im Jemen auf hohem Niveau fortsetzen. Im Mittelpunkt der diesjährigen deutsch-jemenitischen Regierungsverhandlungen zur Entwicklungszusammenarbeit standen die Themen Wirtschaftsförderung, Wasserversorgung und verbesserte Grundbildung. Für diese Aufgaben machte das BMZ Jemen Neuzusagen in Höhe von insgesamt 68 Mio. Euro für die Jahre 2005 und 2006.

Dr. Reinhard HermleBerlin/Bonn (epo). - Der Verband Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO) sieht Deutschland in der Pflicht, sich für die Überwindung der weltweiten Armut und für einen gerechten Welthandel einzusetzen. Dies betonte der VENRO-Vorstand heute bei einem Gespräch mit Bundespräsident Horst Köhler über die Rolle der deutschen Nichtregierungsorganisationen (NRO) in der Entwicklungszusammenarbeit und die entwicklungspolitische Bilanz nach dem G8-Gipfel von Gleneagles und dem Millennium+5-Gipfel in New York.

EEDBonn (epo). - Der Evangelische Entwicklungsdienst (EED) hat an die Bundesregierung appelliert, sich einer Aufweichung der Pläne zur Halbierung der Armut bis 2015 auf dem morgen beginnenden UN-Gipfel zu widersetzen. Zugleich solle sich Deutschland insbesondere für die Förderung von Bildung einsetzen, die zentrale Voraussetzung für Entwicklung sei, sagte der EED-Vorstandsvorsitzende Konrad von Bonin am Dienstag bei der EED-Jahrespressekonferenz in Bonn.

Wahl und Welt - Die Online-DebatteBerlin/Frankfurt a.M. (epo). - Entwicklungspolitik spielt im gegenwärtigen Wahlkampf der Parteien eine untergeordnete - oder besser: unterschwellige - Rolle. Wenn um die Sicherung der Arbeitsplätze am Standort Deutschland gestritten wird, geht es auch um Arbeitsplätze in der Volksrepublik China. Wenn deutsche Landwirte sich bei ihrem Bundestagsabgeordneten über die Reform der EU-Zuckermarktordung beschweren, geht es auch um Marktchancen von Zuckerbetrieben in Brasilien oder auf Mauritius. Die "Zeitschrift Entwicklungspolitik" und Entwicklungspolitik Online haben die entwicklungspolitischen Sprecherinnen und Sprecher der Parteien 14 Tage lang im Rahmen einer Online-Debatte zu zentralen Themen befragt. Das Ergebnis können Sie online einsehen - und sich selbst an der Diskussion beteiligen!

PartnerschaftsinitiativeBonn (epo). - Die von Bundeskanzler Gerhard Schröder initiierte Partnerschaftsinitiative Fluthilfe für die Tsunami-Regionen in Süd- und Südostasien ist mit einer neuen Website online. Sie soll die Partnerschaften zum Wiederaufbau in den Tsunami-Gebieten vernetzen. Die bei InWEnt eingerichtete Servicestelle kann bislang aber nur bescheidene Erfolge vorweisen. Nur 20 Prozent der 1362 Angebote für eine Partnerschaft konnten von der Partnerschaftsinitiative selbst vermittelt werden, lediglich acht Prozent mündeten in ein konkretes Einzelprojekt.

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