Ernährung

wfp iconRom. - Am Welternährungstag (16. Oktober) hat das UN World Food Programme (WFP) eine neue Studie veröffentlicht. Sie zeigt: Nahrungsmittel in Konfliktgebieten oder politisch instabilen Ländern werden immer unerschwinglicher. Die anhaltend hohen Nahrungsmittelpreise zerstören in dutzenden weiteren Ländern die Hoffnung auf eine nahrhafte Mahlzeit für Millionen Menschen.

venro Berlin. - Anlässlich des Welternährungstages (16. Oktober) hat der Verband für Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (VENRO) darauf hingewiesen, dass eine wachsende Zahl von Menschen aufgrund von Flucht und erzwungener Migration hungert. Die Bundesregierung müsse ressortübergreifend die Ursachen angehen und gegensteuern. Waffenexporte müssten unterbunden, ambitionierter Klimaschutz umgesetzt und Handelsabkommen so gestaltet werden, dass bäuerliche Landwirtschaft nicht blockiert, sondern gefördert wird, erklärte VENRO.

Berlin. - Politik und Agrarindustrie versprechen, dass neue Technologien wie die Digitalisierung den Hunger besiegen können. Das evangelische Hilfswerk Brot für die Welt und die Menschenrechtsorganisation FIAN legen in ihrem aktuellen "Jahrbuch zum Recht auf Nahrung" dar, wie die Digitalisierung die Auseinandersetzung um Ressourcen sogar verschärfen und eine dezentrale Nahrungsmittel-Versorgung gefährden kann.

whh 150Berlin. - Weltweit wurden bei der Bekämpfung des Hungers seit der Jahrtausendwende große Fortschritte erzielt. Dies zeigt der neue Welthunger-Index, der die Ernährungslage in 119 Ländern berechnet. Die Index-Werte zur Hungersituation sind weltweit seit dem Jahr 2000 um 28 Prozent gefallen und auch die Kindersterblichkeit hat sich im gleichen Zeitraum halbiert. Die jüngst gestiegene Zahl der Hungernden von 821 Millionen Menschen zeigt jedoch, dass der Trend aktuell in die falsche Richtung geht, so die Welthungerhilfe. Wenn das Tempo bei der Bekämpfung des Hungers gleich bleibt, wird es 50 Ländern nicht gelingen, den Hunger bis 2030 abzuschaffen.

unoRom. - Die Zahl der Hungernden steigt weiter an. Das bestätigt der am Dienstag veröffentliche UN-Bericht "The State of Food Security and Nutrition in the World 2018". Demzufolge litten 2017 weltweit 821 Millionen Menschen Hunger – das ist jeder Neunte. Wenig Fortschritt wurde zudem in der Bekämpfung der verschiedenen Formen von Mangelernährung erzielt – von Unterentwicklung bei Kindern bis zu Fettleibigkeit bei Erwachsenen. Dadurch ist die Gesundheit von hunderten Millionen Menschen gefährdet.

aerzte ohne grenzenBerlin. - Alarmierend viele Kinder in der tschadischen Hauptstadt N'Djamena sind akut mangelernährt. Weil das stationäre Ernährungszentrum in der Stadt vollkommen überfüllt ist, hat die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen in Kooperation mit dem Gesundheitsministerium jetzt ein weiteres therapeutisches Ernährungszentrum mit 50 Betten eröffnet.

careBonn. - Rund 30 Millionen Menschen im südlichen Afrika sind von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen, warnt die internationale Hilfsorganisation CARE. Ohne eine langfristige Finanzierung des Winteranbaus und der Bekämpfung von Schädlingen drohe sich die Situation für Millionen von Menschen in Ländern wie Madagaskar, Sambia und Malawi in den kommenden Monaten dramatisch zu verschlechtern.

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