aaBerlin. - Die Bundesregierung stellt dem Irak zusätzliche humanitäre Hilfe in Höhe von 20 Millionen Euro zur Verfügung, um die Not der Menschen in Irak zu lindern. Die Gelder stünden umgehend zur Verfügung und würden vor allem im Rahmen der Winterhilfe für Binnenvertriebene und Flüchtlinge eingesetzt, teilte das Auswärtige Amt am Dienstag in Berlin mit.

Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) sagte, die humanitäre Lage der vielen Flüchtlinge im Irak sei dramatisch. "Wenn wir an den bevorstehenden Winter denken, so wird klar, dass wir unsere Anstrengungen erheblich erweitern müssen."

Das Auswärtige Amt (AA) stellt dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) sowie der Deutschen Welthungerhilfe insgesamt 20 Millionen Euro für Maßnahmen der Winterhilfe zur Verfügung. Dazu gehören neben der Unterstützung des UNHCR bei der Errichtung weiterer Flüchtlingslager insbesondere die Winterfestmachung bestehender Unterkünfte sowie die Bereitstellung von geeigneten Zelten, Öfen, Matratzen, Thermodecken und Winterkleidung. "Es muss jetzt schnell alles getan werden, damit die Menschen in Nordirak dem Winter nicht schutzlos ausgeliefert sind", so das deutsche Außenministerium.

Im Irak sind laut AA inzwischen 1,8 Millionen Menschen im eigenen Land auf der Flucht, die Hälfte von ihnen in der Region Kurdistan-Irak. Die Binnenvertriebenen halten sich derzeit in Schulen, unfertigen Gebäuden oder gar unter freiem Himmel auf und benötigen dringend winterfeste Unterkünfte.

Mit der jetzigen Aufstockung der Mittel stellt das Auswärtige Amt in diesem Jahr omit insgesamt rund 45 Millionen Euro für humanitäre Hilfsmaßnahmen im Irak zur Verfügung, die sowohl zur Unterstützung der irakischen Binnenvertriebenen als auch der Flüchtlinge aus Syrien eingesetzt werden. Die Umsetzung dieser Projekte erfolgt in Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen, der Rotkreuz-  und Rothalbmondbewegung sowie humanitären Nichtregierungsorganisationen. Neben der Winterhilfe umfassen diese Projekte auch Maßnahmen zur Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung in Flüchtlingslagern sowie der Verteilung von Nahrungsmittelhilfen und gesundheitlichen Grundversorgung.

Quelle: www.auswaertiges-amt.de


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