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Berlin. - Im Vorfeld der SPD-Konferenz "Europäische Verantwortung in einer globalen Welt", die am Donnerstag in Berlin stattfindet, hat die Sprecherin der SPD-Arbeitsgruppe Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Bärbel Kofler, erklärt, Armut und Ungleichheit müssten stärker bekämpft werden. "Wir wollen erörtern, wie das europäische Jahr der Entwicklung, die UN-Post-2015-Agenda und die Initiativen der SPD-Bundestagsfraktion dazu beitragen können, Armut und Ungleichheit zu reduzieren und 'Gute Arbeit' weltweit durchzusetzen", sagte sie am Mittwoch in Berlin.

EU-Entwicklungskommissar Neven Mimica und der Beamtete Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Jörg Asmussen - einst für die Deregulierung der Finanzindustrie, später Chef-Regulierer der Bundesregierung und bisher nicht durch besonderes Engagement für Armutsbekämpfung hervorgetreten - werden die Fraktionsveranstaltung thematisch eröffnen.

Trotz der Fortschritte des 2000 gestarteten 15-jährigen Millenium-Development-Goals-Prozesses lebten immer noch mehr als eine Milliarden Menschen in extremer Armut, betonte Kofler. Die SPD wolle weiter an der Beseitigung dieses unerträglichen Zustands arbeiten und unterstütze daher auch den vorgelegten Entwurf der UN-Arbeitsgruppe zur Post-2015-Agenda. Diese soll im September 2015 von der UN beschlossen werden.

"In unserem Antrag 'Gute Arbeit weltweit' haben wir klar gestellt, dass Unternehmen, Gewerkschaften und Regierungen weiter daran arbeiten müssen, dass in Entwicklungs- und Schwellenländern faire Löhne und menschenwürdige Arbeitsbedingungen herrschen", sagte Kofler. "Wir haben alle, auch als Konsumenten, die Verantwortung, soziale, menschenrechtliche und ökologische Standards entlang der globalen Lieferketten zu schaffen. Wir stehen an der Seite des DGB."

Es gelte, die Ungleichheit zwischen und innerhalb der Staaten so weit wie möglich zu reduzieren, forderte die Bundestagsabgeordnete aus dem Wahlkreis Traunstein/Berchtesgadener Land. "Ungleichheit ist sozialer Sprengstoff. Vor dem Hintergrund des Ausmaßes der globalen Armut ist es nicht hinnehmbar, dass ein Prozent der Weltbevölkerung fast die Hälfte des Weltvermögens besitzt."

Quelle: www.spdfraktion.de 


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