weltbank logo 400Washington. - Eine zunehmende Zahl von Entwicklungsländern investiert in soziale Sicherheitsnetze, um das Leben von armen und besonders verletzlichen Menschen zu verbessern. Aber noch immer müssen 55 Prozent der Armen - rund 773 Millionen Menschen - ohne soziale Absicherung leben. Zu dem Ergebnis kommt ein Weltbank-Bericht, der am Dienstag in Washington veröffentlicht worden ist.

Nach Angaben des Reports "The State of Social Safety Nets 2015" profitieren derzeit mehr als 1,9 Milliarden Menschen in 136 Ländern mit geringem oder mittlerem Einkommen von Programmen der sozialen Absicherung. Nach Angaben der Weltbank hat sich allein in Afrika die Zahl der Länder, die solche Programme aufgelegt haben, in den letzten drei Jahren verdoppelt.

Der Bericht unterstreicht eine gemeinsame Stellungnahme von Weltbank-Präsident Jim Yong Kim und des Exekutiv-Direktors der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), Guy Ryder, die mit Blick auf die Nachhaltigen Entwicklungsziele (SDG), die im Herbst von den Vereinten Nationen beschlossen werden sollen, die Vision des "sozialen Schutzes für alle" verkündet hatten. Die Konferenz "Financing for Development" in der kommenden Woche in Addis Abeba (Äthiopien) könne wichtige Schritte zur Verwirklichung dieser Vision unternehmen, erklärten Kim und Ryder.

Zu den Programmen sozialer Absicherung gehören laut Weltbank Bargeldzahlungen und andere Unterstützungsmaßnahmen für arme Haushalte, die darauf abzielen, die Familien vor den Folgen von Naturkatastrophen oder wirtschaftlichen Krisen zu schützen. Insbesondere soll mit den Programmen gewährleistet werden, dass Kinder gesund bleiben und zur Schule gehen können, dass Frauen und Mädchen gefördert und Arbeitsplätze geschaffen werden.

Quelle: www.worldbank.org 


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