bgrHannover. - Grundwasser stellt eine wichtige und weltweit in vielen Regionen die einzige Trinkwasserquelle dar. Um die Grundwasservorräte auf dem afrikanischen Kontinent zu sichern und zu schützen, hat die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) jetzt gemeinsam mit internationalen Organisationen und mit Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ein Trainingshandbuch zur Schulung für ein grenzüberschreitendes Grundwassermanagement in Afrika entwickelt.

"Organisationen wie die Nilbecken-Initiative oder die Tschadsee-Kommission können mit diesem Handbuch ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schulen, um Aufgaben des Grundwassermanagements jetzt auch über Landesgrenzen hinweg aktiv zu übernehmen", erklärte BGR-Präsident Hans-Joachim Kümpel. "Damit tragen wir zu einer nachhaltigeren Bewässerungslandwirtschaft und Trinkwassernutzung bei und beugen indirekt Nahrungsmittelkrisen und Erkrankungen wie Cholera vor."

Das Trainingshandbuch legt einen besonderen Fokus auf das grenzüberschreitende Management der Grundwasserressourcen unter Einbindung verschiedener Stakeholder. Themen wie Ernährungssicherheit, der Schutz von Ökosystemen und der Klimawandel spielen ebenfalls eine Rolle. Daneben werden die klassischen Inhalte des Grundwassermanagements wie Hydrogeologie, nachhaltige Grundwasserbewirtschaftung und Grundwasser-Monitoring behandelt.

Das Handbuch besteht aus insgesamt elf Modulen, die unabhängig voneinander genutzt werden können. Lernboxen, Grafiken, Tabellen und Gruppenübungen erleichtern den Einstieg in die einzelnen Themenkomplexe. Jedes Modul wird von einer Präsentation begleitet, die in den Schulungen genutzt werden kann. Das Trainingshandbuch und die Präsentationen sind sowohl auf Englisch als auch auf Französisch verfügbar.

Das Trainingsmaterial wurde in einem konsultativen Prozess mit zehn internationalen Fluss- und Seegebietsorganisationen erstellt. Darunter sind die regionalen Gewässerorganisationen in Afrika, das Afrikanische Grundwassernetzwerk (AGW-net) und die internationalen Organisationen IWMI, IGRAC, GWP, UNDP-Cap-net.

Quelle: www.bgr.bund.de 


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