oneParis. - Wenige Tage vor dem Start der Fußball-Europameisterschaft in Paris, sind am Mittwoch 250 ONE-Jugendbotschafter aus Europa und Afrika in Paris zusammen gekommen, um ein riesiges Fußballfeld nachzustellen. Mit der Aktion wollten sie darauf aufmerksam machen, dass Armut sexistisch ist und Mädchen und Frauen in Entwicklungsländern gestärkt werden müssen, damit alle gewinnen und Armut beendet werden kann. Die Aktion fand am Rande des OECD-Forums statt, das gerade in Paris stattfindet. Es waren auch 37 deutsche ONE-Jugendbotschafter mit dabei.

Millionen Fußballfans blicken zurzeit anlässlich der Fußball-EM 2016 nach Paris. Die ONE-Jugendbotschafter haben diese Gelegenheit genutzt, um ihr Anliegen in die Welt zu senden. 250 Aktivisten aus sieben europäischen Ländern und Nigeria, die über 50 Nationalitäten repräsentieren, haben ein 700m2 großes Fußballfeld aus Kunstrasen in Paris aufgebaut. Die Seitenlinien wurden von den ONE-Jugendbotschaftern in weißen T-Shirts markiert. Im Zentrum des Spielfelds breiteten sie ein großes Banner mit ihrer Botschaft an die Staats- und Regierungschefs der Welt aus: Armut ist sexistisch. Mädchen und Frauen stärken, und alle gewinnen!

Der Bericht von ONE "Armut ist sexistisch" zeigt, das Armut und Geschlechterungleichheit Hand in Hand gehen. 62 Millionen Mädchen haben noch immer keinen Zugang zu Bildung. Drei von vier jungen Menschen, die sich in Afrika mit HIV anstecken, sind junge Frauen. Und für eine Frau in Sierra Leone ist die Wahrscheinlichkeit, bei der Geburt zu sterben, 157 Mal größer als in Deutschland. Gleichzeitig ist es entscheidend, Mädchen und Frauen zu stärken, um den generationenübergreifenden Kreislauf der Armut zu durchbrechen, um alle Menschen schneller aus der Armut zu befreien.

ONE-Jugendbotschafterin Jussra Zamaniaus München erklärte: "Der Anteil der Menschen, die in extremer Armut leben, ist zwischen 1990 und 2012 um 66 Prozent gesunken, auch dank der Entwicklungszusammenarbeit. Wir haben zwei Drittel des Weges bereits hinter uns. Das Ziel zu erreichen, wird uns nur gelingen, wenn die Staats- und Regierungschefs Mädchen und Frauen stärker unterstützen."

Vom 31. Mai bis zum 2 Juni sind die 250 ONE-Jugendbotschafter in Paris am Rande des OECD-Forums zu einem Gipfel gegen Armut, dem ONE-Summit, zusammengekommen. Vergangenes Jahr haben die Staats- und Regierungschefs der UN versprochen, extreme Armut bis zum Jahr 2030 zu beenden. Jetzt müssen dieses Worten Taten folgen. Die Delegierten beim OECD-Forum sind zusammengekommen, um die aktuellen globalen Herausforderungen zu diskutieren. Dazu gehört auch die Frage, wie das Ende extremer Armut erreicht werden kann.

Während des ONE-Summits werden die ONE-Jugendbotschafter internationale Politiker treffen, unter anderem den französischen Außenminister, den Minister für Entwicklung und Handel der Niederlande, den Entwicklungsminister von Slowenien sowie Regierungsvertreter aus Deutschland, Irland, Schweden, der Schweiz, Australien und aus Großbritannien. Außerdem treffen sie den OECD-Generalsekretär Angel Gurria, den Vorsitzenden des Entwicklungsausschusses der OECD, Erik Solheim und Pascal Saint Amans, Direktor des Centre for Tax und Policy Administration der OECD.

Die Münchner ONE-Jugendbotschafterin Jussra Zamani sagte: "Wir haben eine Botschaft für die Politiker: Wir wollen konkrete Handlungen sehen, wie sie die Welt gerechter machen wollen. Wir sind nach Paris gekommen, um ihnen das von Angesicht zu Angesicht zu sagen."

Adrian Lovett, Geschäftsführer (Interim) von ONE sagt: „Diese junge Generation kann und wird die erste Generation sein, die extreme Armut beenden wird. Von Lagos bis Paris, über Berlin, Rom, Brüssel, Den Haag, Dublin und London – die ONE-Jugendbotschafter kommen aus der ganzen Welt. Ihr Einsatz und ihre Motivation sind beeindruckend und bewundernswert, und die Politik darf ihre Forderungen nicht ignorieren.“

Finanzierung des Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria muss gesichert sein

Die ONE-Jugendbotschafter wollen, dass den Versprechen der Staats- und Regierungschefs konkrete Taten folgen. Am 16. September 2016, bei der Wiederauffüllungskonferenz des Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria können sie zeigen, ob sie ihre Versprechen ernst meinen im Kampf gegen extreme Armut und Geschlechterungleichheit. Krankheiten, die in Verbindung mit Aids stehen, sind die Haupttodesursache bei Frauen zwischen 15 und 44 auf der Welt. Die Staats- und Regierungschefs der Welt sollten ihre Beiträge für den Globalen Fonds erhöhen, um Mädchen und Frauen vor tödlichen Krankheiten wie HIV und Malaria zu schützen, denn 60 Prozent der Mittel des Globalen Fonds kommen Projekten zur Stärkung von Frauen und Mädchen zugute.

Die ONE-Jugendbotschafter rufen die Staats- und Regierungschefs der OECD auf, ihre Beiträge an den Globalen Fonds schnellstmöglich anzukündigen, um sicherzustellen, dass 8 Millionen Menschenleben in den nächsten drei Jahren gerettet werden können.

Quelle: one.org/de/


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