bmzBerlin. - Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hat auf der Ernährungskonferenz "Politik gegen Hunger" am Donnerstag dafür geworben, Wissen und Innovationen in der Landwirtschaft verstärkt auch den Entwicklungsländern zugänglich zu machen. 

"Alle 10 Sekunden stirbt ein Kind an Mangelernährung", sagte Entwicklungsminister Müller. "Doch Hunger ist kein Schicksal. Eine Welt ohne Hunger ist möglich, wenn wir Wissen über Anbau, Lagerung, Vertrieb und Ernährung teilen und die natürlichen Ressourcen schonen. Genau das machen wir in unseren Grünen Innovationszentren in Afrika und Indien."

Die Grünen Innovationszentren sind Kernelement der von Müller eingerichteten Sonderinitiative EINEWELT ohne Hunger. In zwölf afrikanischen Ländern und Indien werden Bäuerinnen und Bauern mit Unternehmern und Forschern zusammengebracht und länderspezifische Kenntnisse von der Weiterverarbeitung von Süßkartoffeln bis zu gesunder Ernährung vermittelt. Mit der deutschen Unterstützung könne auf diese Weise das Einkommen von einer halben Million Kleinbäuerinnen und Kleinbauern gesichert werden, erklärte das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Die Konferenz "Politik gegen Hunger" wird bereits zum zwölften Mal vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft ausgerichtet und tagt 2016 zum Thema "Ackern für gute Ernährung. Welche Nahrungsmittelsysteme brauchen wir?" Ausgangspunkt aller Konferenzen ist, Wege aufzuzeigen, wie das Menschenrecht auf angemessene Nahrung verwirklicht werden kann.

Quelle: www.bmz.de 


Back to Top