afghanistanBerlin. - Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) will ein Drittel seiner Neuzusagen an Afghanistan an die Umsetzung weiterer Reformfortschritte knüpfen. Damit sollen die Korruption weiter bekämpft, die Gleichberechtigung von Frauen gefördert und die Reformkräfte im Land gestärkt werden. Darauf einigten sich Vertreter beider Seiten bei Verhandlungen über die künftige Zusammenarbeit in Berlin.

Darüber hinaus haben Deutschland und Afghanistan laut BMZ ein Beschäftigungsprogramm unter anderem für den Bau von Straßen und Schulen auf den Weg gebracht. Die afghanischen Gemeinden unterstützen die Infrastrukturprojekte mit einem Eigenbeitrag von zehn Prozent. Das Programm soll vor allem Beschäftigungsmöglichkeiten in ländlichen Gebieten schaffen und die wirtschaftliche Situation dort verbessern.

"Ohne Entwicklung kein Frieden. Deshalb werden wir den Wiederaufbau Afghanistans weiter unterstützen und ausbauen", sagte Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU). "Ein Beschäftigungsprogramm zum Bau von Infrastruktur soll die wirtschaftliche Situation der ländlichen Bevölkerung verbessern. Bildung, Ausbildung und Beschäftigung sind auch in Afghanistan der Schlüssel für einen Weg in eine bessere Zukunft. Zusammen mit unseren afghanischen Partnern haben wir hier schon viel erreicht. Deshalb werden wir unsere Zusammenarbeit nochmals verstärken, wenn die afghanische Regierung weitere Fortschritte etwa bei der Bekämpfung der Korruption erreicht."

Als Ergebnis der Regierungsgespräche einigten sich das Bundesentwicklungsministerium und die afghanische Regierung auf eine Entwicklungszusammenarbeit im Umfang von knapp 160 Millionen Euro. Mit den Mitteln sollen unter anderem die Trinkwasserversorgung Kabuls und Berufsbildungsprojekte ausgebaut werden. An die Umsetzung weitergehender Reformen sind laut BMZ 80 Millionen Euro geknüpft.

Quelle: www.bmz.de 


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