dntdsGenf. - Experten von Hilfsorganisationen, Hochschulen und Industrie auf dem Gebiet der vernachlässigten Tropenkrankheiten treffen sich ab Mittwoch in Genf, um fünf Jahre nach der London Deklaration gegen vernachlässigte Tropenkrankheiten eine Bestandsaufnahme vorzunehmen. Die Vertreter der Weltgesundheitsorganisation und das Bündnis Uniting to Combat NTDs mit Akteuren aus der Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft sowie Vertretern aus Ländern, in denen vernachlässigte Tropenkrankheiten große Bevölkerungsgruppen betreffen, sind zuversichtlich, die ambitionierten Ziele der WHO-Roadmap zur Bekämpfung der NTDs zu erreichen.

Vor fünf Jahren hatten sich Vertreter von zivilgesellschaftlichen Organisationen, Regierungen, Wissenschaft, Industrie sowie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in der so genannten "London Declaration" zur Bekämpfung und Ausrottung der zehn häufigsten vernachlässigten und armutsassoziierten Tropenkrankheiten verpflichtet. Damit legten die Akteure das Fundament für das größte Gesundheitsprogramm der Welt.

Dadurch konnten große Fortschritte bei der Bekämpfung von NTDs erzielt werden: Im Jahr 2016 konnten eine Milliarde Menschen behandelt werden. Die Zahl der NTD-gefährdeten Menschen wurde um eine halbe Milliarde reduziert. In einigen Ländern konnten einzelne Krankheiten eliminiert werden, wie etwa die Flussblindheit (Onchozerkose), die unbehandelt zur Erblindung führt. In Kolumbien, Ecuador, Mexiko und Guatemala konnte die Eliminierung der Krankheit verifiziert werden.

Dennoch sind weitere vereinte Anstrengungen notwendig, weshalb das Deutsche Netzwerk gegen vernachlässigte Tropenkrankheiten (DNTDs) an die deutsche Bundesregierung appelliert, bereits existierende Programme zur Bekämpfung von vernachlässigten Tropenkrankheiten zu unterstützen.

Das Deutsche Netzwerk gegen vernachlässigte Tropenkrankheiten unterstützt nationale Gesundheitsprogramme sowie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) dabei, mindestens zehn der insgesamt 18 Neglected Tropical Diseases (NTDs) bis zum Ende dieses Jahrzehnts unter Kontrolle zu bringen. Im deutschen Netzwerk engagieren sich Akteure der Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Privatwirtschaft sowie der Politik. Ein zentrales Ziel des DNTDs ist es, die deutsche Bundesregierung dazu zu bewegen, die NTDs in ihren entwicklungspolitischen Gesundheitsprogrammen verstärkt zu berücksichtigen.

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Quelle: www.dntds.de 


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