caritas Freiburg. - Caritas international leistet akute Nothilfe für die Betroffenen der schweren Überschwemmungen in Sri Lanka. Das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes unterstützt in einem ersten Schritt die Überlebenshilfen der Caritas Sri Lanka mit 50.000 Euro. "Die Menschen benötigen jetzt schnelle und effektive Hilfe, um gerade die ersten Tage nach ihrer Flucht vor dem Wasser einigermaßen unbeschadet zu überleben", sagte Oliver Müller, der Leiter von Caritas international, am Donnerstag in Freiburg.

In den Distrikten Galle und Hiniduma versorgen die lokalen Caritas-Mitarbeitenden die Menschen mit Lebensmitteln und Trinkwasser. Für schwer zugängliche Gebiete stellt die Caritas Sri Lanka Boote bereit, damit die Helferinnen und Helfer auch zu den durch die Fluten abgeschnittenen Menschen gelangen können. In den nächsten Wochen sollen 3.000 Familien Nahrungsmittel, Kochutensilien und Hygieneartikel erhalten. Weitere Hilfe sei dringend geboten, denn die Wetterprognosen künden auch für die kommende Woche schwere Niederschläge an, so die Caritas.

"Die Entwicklung Sri Lankas ist durch den jahrzehntelangen Bürgerkrieg extrem gehemmt worden", erklärte Oliver Müller. "Diese erneute Naturkatastrophe ist ein weiterer harter Schlag." Gemeinsam mit lokalen Partnern versucht Caritas international durch psychosoziale Arbeit mit Kriegswaisen und Kriegsopfern die Wunden des Bürgerkriegs zu heilen. Mit der aktuellen Naturkatastrophe kommen auf Caritas international weitere Aufgaben in Sri Lanka zu.

Tagelanger, extremer Monsun-Regen hatte in Sri Lanka große Gebiete, vor allem im Süden, unter Wasser gesetzt und schwere Erdrutsche ausgelöst. Nach 2003 ist dies die schlimmste Überschwemmungskatastrophe in dem Land. Nach offiziellen Regierungsangaben sind bislang 193 Menschen gestorben, 93 Menschen gelten als vermisst. Über eine halbe Million Menschen mussten aufgrund des Hochwassers ihr Haus aufgeben und wurden in Notunterkünften der Regierung untergebracht.

Quelle: www.caritas-international.de


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