?oGBogot?/Berlin (epo). - Zwei in Kolumbien entführte Mitarbeiter der internationalen Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen sind wieder frei. Die beiden internationalen Helfer waren von einer bewaffneten Gruppe im Nordosten Kolumbiens festgehalten worden.

"Wir sind sehr froh, dass diese schwierige Situation zu einem Ende gekommen ist", sagte der Geschäftsführer der holländischen Sektion von Ärzte ohne Grenzen, Geoff Prescott. "Unsere Teams können nun mit ihrer täglichen Arbeit weitermachen: Jene Menschen in Kolumbien mit medizinischer Hilfe zu unterstützen, die vertrieben wurden und am meisten vom Bürgerkrieg betroffen sind."

Die beiden Entführten wurden nach Angaben der Organisation gut behandelt und befinden sich in guter gesundheitlicher Verfassung. Sie waren Teil eines Teams, das in der Region Norte de Santander die medizinischen Bedürfnisse der Zivilbevölkerung erkundete. Die Provinz entlang der Grenze zu Venezuela ist stark von Gewalt betroffen, und die Menschen sind dadurch isoliert.

In Norte de Santander und in vielen anderen Regionen leisten mobile Teams von Ärzte ohne Grenzen Hilfe in entlegenen Gebieten, die oftmals von jeder Gesundheitsversorgung abgeschnitten sind. Die Teams verbringen jeweils zwei bis drei Tage an jedem Ort und behandeln durchschnittlich 90 Patienten am Tag.

Derzeit sind 49 internationale und 150 nationale Mitarbeiter im Einsatz für Ärzte ohne Grenzen in Kolumbien. Die humanitäre Hilfsorganisation ist seit 1985 in dem südamerikanischen Land tätig.

 Ärzte ohne Grenzen


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