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Hannover. -  Zwei von drei Jugendlichen in Afrika (68 Prozent) können nicht verhüten, obwohl sie das möchten. Hauptsächlich deshalb, weil sie keinen Zugang zu Aufklärungsangeboten und Verhütungsmitteln haben. Dadurch steigt das Risiko von Mädchen und jungen Frauen, ungewollt schwanger zu werden oder sich mit HIV zu infizieren. Darauf hat die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) anlässlich des Weltverhütungstags (26.September) aufmerksam gemacht.

Laut Zahlen der Vereinten Nationen bekamen zwischen 2010 und 2015 rund fünf Prozent der Mädchen und jungen Frauen zwischen 15 und 19 Jahren in Entwicklungsländern ein Kind. In Afrika war dieser Anteil mit zehn Prozent doppelt so hoch. Zum Vergleich: In Deutschland wurden im gleichen Zeitraum weniger als ein Prozent der Mädchen und jungen Frauen Mutter.

Dazu sagte Renate Bähr, Geschäftsführerin der DSW: "Jugendliche brauchen umfassende Sexualaufklärung, eine Auswahl moderner Verhütungsmittel und Beratung. Gerade in Afrika, wo weit mehr als die Hälfe der Bevölkerung jünger als 25 Jahre ist, trägt das entscheidend zur wirtschaftlichen Entwicklung bei. Frauen und Mädchen, die selbst bestimmen können, ob und wann sie schwanger werden, sind meist gesünder und besser gebildet. Sie haben zudem bessere Chancen, am Erwerbsleben teilzunehmen und ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Ich fordere daher die kommende Bundesregierung auf, sich in der Entwicklungszusammenarbeit verstärkt für jugendfreundliche Aufklärungs- und Verhütungsangebote einzusetzen."

Quelle: dsw.org


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