amerika 21Bogotá. - Die Mission der Vereinten Nationen (UN) hat als letzten Akt im Entwaffnungsprozess der ehemaligen Farc-Guerilla deren unnutzbar gemachte oder zerstörte Waffen an Kolumbiens Präsidenten Juan Manuel Santos übergeben. Diese hatten sich nach der Abgabe durch die Farc-Mitglieder an die UN-Kontrollmission in den Überganszonen in der Obhut der UN befunden und sind bereits soweit zerstört worden, dass sie nicht mehr benutzt werden können. Das hat amerika21 am Montag berichtet.

Laut UN-Mission ist damit ein weiterer in den Abkommen von Havanna vereinbarter Schritt zur Umsetzung des Friedensabkommens zwischen Farc und Regierung abgeschlossen worden. Insgesamt wurde die Annahme von 69.034 Kilo Material, darunter 1.817 Pistolen, 170 Revolver, 6.177 Sturmgewehre, 28 Scharfschützengewehre, sechs Jagdflinten, 13 halbautomatische Maschinengewehre und 274 Maschinengewehre sowie 8.994 weitere Schusswaffen verzeichnet. Außerdem übergaben die Farc zwölf Raketenwerfer, 229 Granatwerfer, 268 Mörsergranaten unterschiedlicher Kaliber, 11.015 Granaten und 3.528 Landminen sowie zahlreiche Munition.

Mit dem Waffenmaterial sollen drei Denkmäler hergestellt werden. Eins davon soll in Kolumbien aufgestellt werden, eins am Sitz der UNO und ein weiteres in Kubas Hauptstadt Havanna, dem Ort der Friedensgespräche. Eine Ausschreibung für die künstlerische Umsetzung des Denkmals ist bereits veröffentlicht worden.

Quelle: amerika21.de


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