Hamburg. - Die Vertragsstaaten der Bonner Konvention haben auf der Artenschutzkonferenz in Manila (COP 12) für einen besseren Schutz verschiedener Arten gestimmt. Der Walhai und die Mittelmeer-Population des Geigenrochens wurden in den Anhang I aufgenommen, das heißt, dass alle 126 Mitgliedsstaaten sich verpflichten, diese Arten und ihre Lebensräume streng zu schützen. Das hat der International Fund for Animal Welfare (IFAW) am Freitag berichtet.

Blauhaie, Schwarzhaie, Engelshaie, Geigenrochen und Riesengeigenrochen (Rhynchobatus djiddensis) werden im Anhang II gelistet, das bedeutet, die Vertragsstaaten müssen gemeinsam internationale Maßnahmen ergreifen, um diese Arten zu schützen und deren Bestand zu erhalten.

Weiterhin beschloss die Vollversammlung besseren Schutz für Löwen, Leoparden, Schimpansen und Giraffen. Dazu war erstmals in der Geschichte der Bonner Konvention eine Abstimmung notwendig, da sich die Parteien zuvor nicht einigen konnten. Löwen, Leoparden und Giraffen werden nun in Anhang II aufgenommen, Schimpansen in Anhang I und II.

"Diese Entscheidungen sind mehr als überfällig", so Matt Collis, Leiter der IFAW-Delegation bei der Konferenz. "Haie sind seit langem durch Überfischung, Beifang und dem Handel mit ihren Flossen bedroht, während die Bestände der ikonischen afrikanischen Tierarten kontinuierlich durch Lebensraumzerstörung, Wilderei und Mensch-Tier-Konflikte zurückgehen. Es ist höchste Zeit, das Schwinden der Arten zu stoppen. Diese Entscheidungen werden hoffentlich dazu beitragen."

All Entscheidungen müssen auf der Abschlusssitzung am Samstag, den 28. Oktober bestätigt werden, es sind laut IFAW aber keine Abweichungen zu diesen Ergebnissen zu erwarten.

Quelle: ifaw.org


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