amerika 21Bogotá. - Der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos hat am Mittwoch den Rückzug seiner Delegation von den Friedensverhandlungen mit der Guerrillaorganisation ELN angeordnet. Nachdem es mit dem Auslaufen des bilateralen Waffenstillstands zu einem Anschlag auf eine Öl-Pipeline im Departement Casanare gekommen war, kündigte Santos den sofortigen Abzug des Chefunterhändlers Gustavo Bell an. Das hat das Lateinamerika-Portal amerika21.de am Donnerstag berichtet.

Die nun eigentlich anstehende fünfte Runde der Friedensverhandlungen in der ecuadorianischen Hauptstadt Quito werde somit bis auf weiteres ausgesetzt, so amerika21.de.

Seit fast einem Jahr befinden sich die kolumbianische Regierung und die ELN in Verhandlungen über eine mögliche Beilegung des Konflikts. Am 1. Oktober 2017 trat ein bilateraler, zeitlich begrenzter Waffenstillstand in Kraft, der nach 101 Tagen am vergangenen Dienstag planmässig endete. Es war erwartet worden, dass die Parteien in der fünften Runde der Verhandlungen zunächst einen erneuten Waffenstillstand diskutieren würden.

Santos habe nach einem Sprengstoffattentat im Osten des Landes scharfe Kritik an der ELN geübt, berichtete amerika21. In einer kurzen Fernsehansprache habe er seine Überzeugung bekräftigt, dass die Guerrilla für den Anschlag verantwortlich sei. Die ELN ihrerseits beschuldige die kolumbianische Regierung, sich nicht an die Bedingungen der Waffenruhe gehalten zu haben, so amerika21.de.

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Quelle: www.amerika21.de 


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