Bauarbeiten in KambodschaTokio (epo). - Die Entwicklungsländer Ostasiens benötigen aus der Sicht von Banken in den nächsten fünf Jahren mehr als eine Billion US-Dollar, um ihre Infrastruktur an die steigenden Anforderungen einer zunehmenden Verstädterung, des Bevölkerungswachstums und der boomenden Industrie anpassen zu können. Dies betreffe insbesondere den Bau von Straßen, die Energie- und Wasserversorgung sowie Kommunikationseinrichtungen, heisst es in einem neuen Bericht der Asiatischen Entwicklungsbank, der Japanischen Bank für Internationale Zusammenarbeit und der Weltbank, der am Mittwoch in Tokio veröffentlicht wurde.

Die 21 ostasiatischen Entwicklungsländer stünden vor der Herausforderung, mehr als 200 Milliarden Dollar jährlich für neue Investitionen in ihre Infrastruktur, für die Erhaltung von Straßen, Kraftwerken, Kommunikationseinrichtungen sowie für Wasserversorung und -entsorgung auszugeben, heisst es in dem Bericht "Connecting East Asia: A New Framework for Infrastructure". Allein auf die Volksrepublik China entfielen 80 Prozent der notwendigen Investitionen. Aber auch in den anderen Ländern fordere die Bevölkerung bessere Verkehrsverbindungen, sauberes Wasser und sanitäre Anlagen.

Der Bericht führt die Versorgungslücke in Ländern wie Indonesien oder den Philippinen auf ausgebliebene Investitionen infolge der Wirtschaftskrise der späten 90er Jahre zurück. Die Studie basiert auf Konsultationen und Interviews mit Regierungsstellen, privaten Investoren, Wissenschaftlern und nichtstaatlichen Organisationen in der Region. Privatunternehmen nannten dem Bericht zufolge fehlende Rechtssicherheit bei Verträgen, unterschiedlichste gesetzliche und juristische Rahmenbedingungen und Korruption als Haupthindernisse für ausbleibende Investionen.

 Der Bericht ist unter www.worldbank.org/eap im Internet abrufbar.
[Foto: Reparatur einer Straße in Kambodscha. ? World Bank, Masaru Goto.]


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