Kofi AnnanNew York (epo). - Intakte Familien sind eine wichtige Voraussetzung dafür, mit der Pandemie AIDS fertig zu werden. Dies hat UN-Generalsekretär Kofi Annan anlässlich der Internationalen Tages der Familie am 15. Mai erklärt. Der diesjährige Tag der Familie ist dem Thema "Auswirkungen von HIV und AIDS auf das Wohlergehen von Familien" gewidmet.

Die Folgen von HIV/AIDS betreffen Familien, Familienverbände, Gemeinschaften und Regierungen weltweit. "HIV/AIDS verlangt einen hohen Tribut von Familien", sagte Annan. "Wenn ein Familienmitglied krank wird oder stirbt, leidet die ganze Familie. Zur menschlichen Tragödie kommen wirtschaftliche Schwierigkeiten hinzu. Die Auswirkungen von HIV/AIDS sind besonderes verheerend bei Kindern. Oft werden Mädchen aus der Schule genommen und sie müssen die schwere Bürde der Krankenpflege übernehmen. Beim Tod der Eltern sind Kinder oft gezwungen die Verantwortung anstelle des Familienoberhaupts zu tragen. Waisen sind sehr verwundbar für Diskriminierung, Kinderarbeit und andere Formen der Ausbeutung sowie eine HIV-Infektion."

Es sei klar, "dass wir alles für die Stabilität der Familien unternehmen müssen", betonte Annan. Da sie häufig das einzige soziale Netz seien, spielten sie eine entscheidende Rolle dabei, wie Menschen und Gemeinschaften mit AIDS fertig werden. Das sei der Grund, warum die Generalversammlung der Vereinten Nationen auf der Sondertagung zu HIV/AIDS im Jahr 2001 die wichtige Rolle, die Familien bei Prävention, Fürsorge und Beistand spielen, gewürdigt hat. Sie ruft die Regierungen dazu auf, Strategien und Programme zu entwickeln und zu fördern, die dem Beitrag der Familie zur Verminderung der Verwundbarkeit und Krankheitsbewältigung Rechnung tragen.

Dies bedeute Wege zu finden, dass Eltern am Leben bleiben, erklärte Annan, und das Problem der Ungleichheit der Geschlechter und besonders der Verwundbarkeit junger Mädchen anzugehen. Es bedeute auch, Familienprogramme in breitere Gesellschaftsmaßnahmen zu integrieren, um die Verwundbarkeit durch HIV/AIDS zu vermindern, Vor- und Fürsorge zu verbessern und die sozial und wirtschaftlich verheerenden Auswirkungen der Epidemie zu lindern. Und es bedeute, HIV-Infizierte nicht auszuschließen.

"Eine starke Familie ist eine der ersten Verteidigungslinien gegen HIV/AIDS", sagte der UN-Generalsekretär. "Lassen Sie an diesem Internationalen Tag der Familie uns erneut dazu verpflichten, dieser wertvollen Einheit dabei zu helfen, ihre volle Rolle bei dieser Aufgabe wahrzunehmen."

? Vereinte Nationen


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