DarfurBrüssel (epo.de). - Bei der internationalen Geberkonferenz für die sudanesische Krisenregion Darfur in Brüssel haben die USA und die Europäische Union neue Zusagen für die Unterstützung der Friedensmission der Afrikanischen Union (AU) gemacht. UN-Generalsekretär Kofi Annan und der EU-Außenbeauftragte Javier Solana forderten die übrigen Staaten auf, das im Mai geschlossene Friedensabkommen stärker finanziell zu untermauern. EU-Entwicklungskommissar Louis Michel kündigte an, die EU werde ihren Beitrag für die Friedenstruppe im Sudan um 25 Millionen Euro aufzustocken. Weitere 40 Millionen Euro sollten als Nothilfe für Zivilisten bereit gestellt werden.

Die Afrika-Beauftragte des US State Department, Jendayi Frazer, sagte auf der Darfur-Geberkonferenz in Brüssel 116 Millionen Dollar zu. Andere Staaten hätten über zusätzliche Geldmittel noch nicht entschieden, hieß es.

In der westsudanesischen Provinz Darfur versuchen rund 7.000 Soldaten einer Friedenstruppe der Afrikanischen Union, das Friedensabkommen vom 5. Mai zwischen der sudanesischen Regierung und Rebellen zu sichern. Die AU hatte unlängst auf einer Konfernz in Gambia angekündigt, sie wolle das Mandat auf die UNO übergeben. Die Regierung des Sudan weigert sich bislang jedoch, UN-Blauhelme in die Region zu lassen.

In Darfur begann 2003 eine gewaltsame Rebellion der Sudanesischen Befreiungsarmee (Sudan Liberation Army, SLA) und der Bewegung für Gerechtigkeit und Gleichheit (Justice and Equality Movement, Jem) gegen die arabisch dominierte sudanesische Regierung. Die Zentralregierung reagierte mit Luftbombardements und der Unterstützung von arabischen Reitermilizen (Dschandschawid). In dem Konflikt sind nach UN-Angaben mehr als 200.000 Menschen getötet worden.

 Darfur (Wikipedia)


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