Bonn (epo). - Das Bischöfliche Hilfswerk MISEREOR hat bei der Hilfe für die Erbebenopfer in Südasien eine stärkere Einbindung von Organisationen gefordet, die Erfahrung in langfristiger Entwicklungshilfe haben und über solide Partnerstrukturen vor Ort verfügen. Bereits jetzt zeichne sich ab, dass der Wiederaufbau Jahre in Anspruch nehmen werde.

?Vor allem in den Medien müsse auf die Notwendigkeit von Wiederaufbau und Entwicklung hingewiesen werden, was weit über die momentane Nothilfe hinausgehe, erklärte MISEREOR. Das Hilfswerk forderte gleichzeitig die Bundesregierung auf, sich für die Zulassung von vor Ort ansässigen Nichtregierungsorganisationen bei kommenden internationalen "Geberkonferenzen" einzusetzen.

"Bereits zum jetzigen Zeitpunkt zeigt sich, dass die akute Soforthilfe, die von zahlreichen Organisationen mit Hilfe der großherzigen Spenden aus Deutschland finanziert wird, bald an ihre Grenzen stoßen wird", sagte MISEREOR-Hauptgeschäftsführer Josef Sayer. "Erfahrene Partnerorganisationen wie das "Urban Poor Consortium" in Indonesien haben bereits ein Netzwerk freiwilliger Helfer mobilisiert. Sie haben bei ihrer Hilfe vor Ort die langfristigen Maßnahmen für die betroffene Bevölkerung im Blick. Diese Partner dürfen wir auch dann nicht im Stich lassen, wenn die unmittelbare Katastrophenhilfe ihre Aufgabe bereits erfüllt hat. Auch in den kommenden Jahren werden diese Menschen noch auf unsere Spenden angewiesen sein", sagte Sayer.

Die internationale Hilfe dürfe nicht abseits der erfahrenen Nichtregierungsorganisationen allein durch politische Instanzen koordiniert werden, erklärte Sayer angesichts der bevorstehenden internationalen "Geberkonferenzen". Verschiedene Partner in den betroffenen Gebieten hätten darauf gedrungen, sich für eine Beteiligung der Organisationen einzusetzen, die bereits seit Jahrzehnten unmittelbar vor Ort arbeiteten. Auch hier sei es notwendig, den langfristigen Wiederaufbau nicht aus den Augen zu verlieren, wie es auch bereits von Bundespräsident Köhler und Außenminister Fischer gefordert worden sei.

MISEREOR bittet dringend um Spenden für die Erdbebenopfer in Südasien. Konto 52 100, Sparkasse Aachen, Bankleitzahl 390 500 00, Stichwort: 'Erdbebenopfer'.

 MISEREOR


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