erlassjahr.deDüsseldorf (epo.de). - Abgeordnete aller Fraktionen im Deutschen Bundestag haben sich im Rahmen der aktuellen Kampagne des entwicklungspolitischen Bündnisses erlassjahr.de für die Streichung illegitimer Schulden ausgesprochen. Die Kampagne für eine internationale Parlamentariererklärung zu illegitimen Schulden und Gläubigermitverantwortung war vor einem Monat gestartet worden.

Die Erklärung verlangt, dass die internationale Kreditvergabe und -aufnahme von den nationalen Parlamenten stärker kontrolliert werden und bestehende illegitime Schulden gegenüber Entwicklungs- und Schwellenländern gestrichen werden sollen. Damit soll verhindert werden, dass entschuldete Länder wie in den achtziger Jahren durch Auslandskredite an Diktatoren und für sinnlose Großprojekte und Korruption wiederum in Zahlungsschwierigkeiten geraten.

Die ersten zehn Bundestagabgeordneten aus den Reihen der SPD, CDU/CSU, FDP, Bündnis90/Die Grünen und Die Linke unterstützen diese Forderungen bereits mit ihrer Unterschrift. "Unser Ziel ist es, dass 10 Prozent der Bundestagsabgeordneten, also 60 Parlamentarier, die Erklärung unterzeichnen", erklärte Jürgen Kaiser, Politischer Koordinator bei erlassjahr.de. "Wir sind optimistisch dieses Ziel zu erreichen und werden zusammen mit den Abgeordneten für eine verantwortlichere Kreditvergabe eintreten!"

Das gleiche Ziel verfolgt erlassjahr.de auch auf internationaler Ebene. Das Bündnis beteiligt sich am Roundtable-Gespräch zum Thema illegitime Schulden am 14. April bei der Weltbank. Die Vorstellungen der Bank und der Entwicklungspolitischen Nichtregierungsorganisationen fließen wiederum in die Bundestagsanhörung zum gleichen Thema am 4. Juni ein.

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