Bonn (epo). - Die Bundesrepublik Deutschland wird Indonesien weiter bei seinen Reformbemühungen unterstützen. Dies wurde zum Abschluss von Regierungsverhandlungen in Bonn vereinbart und gilt vor allem für Vorhaben in den Bereichen Wirtschaftsreform, Gesundheit und zur Unterstützung des Dezentralisierungsprogramms in Indonesien. Einigkeit bestand darin, dass die Zusammenarbeit zur Verringerung der Armut auf den östlichen Außeninseln gezielt fortentwickelt werden soll.

Zusätzlich hat die Bundesregierung Indonesien eine Schuldenumwandlung in Höhe von 25 Mio. Euro angeboten. Voraussetzung dafür ist nach Angaben des Entwicklungsministeriums (BMZ), dass Indonesien im Gegenzug aus eigenen Haushaltsmitteln zusätzliche Projekte zur Verbesserung von Nationalparks und zur Unterstützung von Umweltinvestitionen mittelständischer Unternehmen finanziert. Die deutsche Seite wies auf die dramatische Gefährdung des Ökosystems Wald hin und mahnte glaubhafte Anstrengungen zum Schutz der natürlichen Ressourcen an. Indonesien trage auch eine globale Verantwortung für den Schutz und Erhalt der Biodiversität in seinen Tropenwäldern sowie für das Weltklima.

Mit dem demokratisch verlaufenen Präsidentschaftswechsel hat das Land mit der weltgrößten moslemischen Gemeinde nach Auffassung des BMZ bewiesen, dass es die Fesseln von mehr als einem Vierteljahrhundert diktatorischen Regimes abgestreift hat. Dennoch stehe das Land vor gewaltigen Herausforderungen: Wirtschaftswachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen, Verbesserungen im Gesundheits- und Bildungsbereich sowie Stabilisierung der Demokratie und Bekämpfung der grassierenden Korruption - die insbesondere auch ausländische Investoren abschrecke - seien die Schwerpunkte des Aktionsprogramms, das der neugewählte Präsident Susilo Bambang Yudhoyono vorgelegt hat.

Insgesamt stellt die Bundesrepublik Indonesien jetzt - ohne den Schuldenerlass - 47 Mio. Euro zur Verfügung.

 BMZ


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