Wirtschaft

fairtradeBerlin. - Im 25. Jahr seines Bestehens hat der Verein TransFair eine positive Bilanz gezogen. Erstmalig knackten 2016 die Umsätze mit Fairtrade-gesiegelten Produkten in Deutschland die Milliarde. Verbraucher gaben 1,2 Milliarden Euro für Fairtrade aus, ein Plus von 18 Prozent. Von höheren Verkaufsmengen profitieren Kleinbauernorganisationen und Beschäftigte auf Plantagen: Sie erwirtschafteten zusätzlich zum Verkaufserlös der Rohstoffe 21 Millionen Euro Fairtrade-Prämien, 31 Prozent mehr als im Vorjahr.

studie handel mexikoBerlin. - Anlässlich der am Freitag beginnenden Mexikoreise von Außenminister Sigmar Gabriel haben die kirchlichen Hilfswerke Brot für die Welt und Misereor und das Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile Lateinamerika (FDCL) an die Bundesregierung appelliert, sich für eine Unterbrechung der Neuverhandlung des EU-Handelsabkommens mit Mexiko stark zu machen. Vor einer Fortsetzung der Verhandlungen fordern sie eine umfassende menschenrechtliche, soziale und ökologische Folgenabschätzung und eine Überarbeitung des bisherigen Verhandlungsmandats der EU. In einer gemeinsamen Studie kommen die drei Organisationen zu dem Ergebnis, dass die jetzt geplante Verschärfung der handelspolitischen Verpflichtungen im Bereich der Investitionen, des geistigen Eigentums oder der Energie die Konflikte und die soziale Krise in Mexiko weiter verschärfen würde.

germanwatchBerlin. - Weltweit wird eine doppelt so große Menge an Antibiotika in der Tierhaltung eingesetzt wie zur Behandlung von Krankheiten bei Menschen. Studien prognostizieren einen weltweiten Anstieg des Verbrauchs von Veterinärantibiotika um 67 Prozent bis zum Jahr 2030. Anlässlich des am Freitag beginnenden G20-Gesundheitsministertreffens sieht die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch deshalb die Regierungen der G20-Staaten in der Pflicht, energisch gegen die Ursachen für den wachsenden Antibiotikaeinsatz in Tierhaltungen vorzugehen. Jede Antibiotikagabe im Stall vergrößere das Risiko, dass sich antibiotikaresistente Keime bilden. Diese stellen auch für Menschen ein wachsendes Gesundheitsrisiko dar.

Berlin. - Anlässlich der Aktionärsversammlung der Deutschen Bank am Donnerstag haben Facing Finance und MISEREOR gemeinsam mit dem lateinamerikanischen Netzwerk Red Sombra Observadores de Glencore eine Studie mit dem Titel "Fragwürdige Unternehmenstätigkeiten des Schweizer Bergbauriesen Glencore und die Verantwortung deutscher Banken" veröffentlicht. Der Studie zufolge stellten deutsche Banken seit 2013 fast 8 Milliarden Euro für den Schweizer Rohstoffkonzern Glencore bereit, obwohl dem Unternehmen in zahlreichen Fällen gravierende Verstöße gegen soziale und ökologische Standards vorgeworfen werden.

cleanclothescampaign schuhe

Wien. - 23 Milliarden Paar Schuhe werden weltweit pro Jahr produziert. Die Österreicher kaufen davon jährlich durchschnittlich sechs Paar. Woher kommen diese Schuhe? Wie wurden sie hergestellt? "Am Schuh oder auf der Schuhverpackung sucht man vergeblich nach Informationen über Produktions- und Arbeitsbedingungen", kritisierte Gertrude Klaffenböck von Clean Clothes. Mit der Forderung nach mehr Transparenz in der Schuhindustrie ist am Dienstag eine neue europaweite Kampagne gestartet.

public eye logoZürich. - Vertrauliche Dokumente zeigen nach Angaben von Public Eye (ehemals Erklärung von Bern), dass die Schweiz Atrazin und Paraquat in Entwicklungsländer exportiert, obwohl die von Syngenta produzierten Herbizide aufgrund ihres hohen Giftgehalts in der Schweiz verboten sind. Die nichtstaatliche Organisation fordert von den Schweizer Behörden, "dass sie dieser Doppelmoral ein Ende setzen und die im Rahmen der Basler Konvention eingegangenen Verpflichtungen erfüllen". Dazu wurde auch eine parlamentarische Interpellation eingereicht.

oneBerlin. -  Anlässlich des Weltwirtschaftsforums für Afrika (World Economic Forum on Africa, WEFA) im südafrikanischen Durban hat die Lobbyorganisation ONE hat die Bundesregierung aufgefordert ihre verschiedenen Afrika-Initiativen koordinieren. Nur so könne eine erfolgreiche G20-Präsidentschaft gewährleisten werden, sondern auch ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum in Afrika ermöglicht werden, von dem alle profitieren.

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