Wirtschaft

Fairer BlumenhandelBonn (epo). - Der Deutsche Entwicklungsdienst (DED), das Flower Label Program (FLP) und die Fachzeitschrift der deutschen Floristen, "florist", haben die Aktion "Roses for Peace" ins Leben gerufen. Rund 9.500 Blumenfachgeschäfte haben über die Vertriebswege der Zeitschrift attraktive Poster, Informationsmaterialien und Präsentationsvorschläge erhalten, um zum Weltfriedenstag am 21. September für zertifizierte Rosen aus Ecuador zu werben. "Gerade diese Rosen eignen sich besonders gut als Friedenssymbol, denn sie stehen für faire Produktionsbedingungen und eine enge Zusammenarbeit zwischen dem deutschen Handel und den Produzenten im Entwicklungsland Ecuador," erklärte DED-Geschäftsführer Jürgen Wilhelm.

Weltentwicklungsbericht 2006Washington (epo). - Die Weltbank versucht sich in ihrem Weltentwicklungsbericht 2006 unter dem Titel "Equity and Development" am Spagat zwischen Gerechtigkeit und Wirtschaftswachstum. Gerechtigkeit, von der Finanzinstitution primär definiert als Chancengleichheit unter den Menschen, sollte überall in der Entwicklungswelt integraler Bestandteil einer erfolgreichen Strategie zum Abbau der Armut sein, heißt es in dem Bericht. Dieser zeigt gleichwohl auf, dass die Kluft innerhalb und zwischen den Nationen weiter wächst und den überwiegenden Teil der Weltbevölkerung in die extreme Armut treibt.

Hugo Chav?z Fr?asNew York (epo). - Venezuelas Präsident Hugo Chávez Frías hat am zweiten Tag des Weltgipfels der Vereinten Nationen eine neue Weltwirtschaftsordung gefordert. Mit der von den westlichen Industrienationen vorangetriebenen Globalisierung und Liberalisierung der Märkte werde die Menschheit "einem sozio-ökonomischen Modell geopfert". Zugleich forderte er eine fundamentale Reform des Bretton Woods Systems und der UNO sowie die Verlegung der UN-Zentrale von New York in ein Land des Südens. Sitz der Vereinten Nationen könne nicht ein Land sein, das internationales Recht verletze, erklärte Chav?z.

UN Konvention gegen KorruptionNew York (epo). - Die erste internationale Konvention gegen Korruption kann in Kraft treten, nachdem mit Ecuador 30 Staaten die Urkunde ratifiziert haben. Das südamerikanische Land habe die Ratifizierungsurkunde der UN-Konvention am Rande des UN Gipfels in New York übergeben, teilten die Vereinten Nationen mit. Das Übereinkommen tritt damit binnen 90 Tagen in Kraft. Deutschland hat die Konvention am 9. Dezember 2003 unterzeichnet, bislang aber noch nicht ratifiziert.

EarthlinkMünchen (epo). - Produkte aus ausbeuterischer Kinderarbeit sollen in deutschen Städten keine Verwendung mehr finden. Dies haben die Bundestagsfraktionen von CDU/CSU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen gegenüber der Menschenrechts- und Umweltschutzorganisation EarthLink signalisiert. Fraglich sei aber, ob diese Absichtserklärung auch gesetzlich verankert werde, teilte die Organisation in München mit.

Uschi EidBerlin (epo). - Nach Ansicht der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Uschi Eid, hängen Erfolge der Entwicklungspolitik vom Engagement der Wirtschaft ab. "Im Kampf gegen die Armut muss die Wirtschaft der erste Verbündete der Entwicklungspolitik sein", erklärte Eid vor ihrer Abreise zum 10. Internationalen Wirtschaftsforum, das am 13. September in New York stattfindet. "Nur wenn auch die Wirtschaft sich ihrer Verantwortung in einer globalen Entwicklungspartnerschaft stellt, wird es uns gelingen, noch zu unseren Lebzeiten extreme Armut und Hunger zu überwinden."

WEEDBerlin (epo). - Die entwicklungspolitische Nichregierungsorganisation WEED (Weltwirtschaft, Ökologie und Entwicklung) hat die Bemühungen der rot-grünen Bundesregierung im Rahmen der Reform der Vereinten Nationen kritisiert. Deren Beitrag habe sich lediglich auf einen ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat konzentriert, heißt es in einer WEED-Stellungnahme zum UN-Gipfel in New York. "Angesichts der tatsächlichen Probleme der Völkergemeinschaft war dieses Ansinnen von Anfang an so überflüssig wie ein Kropf." WEED sieht ein Scheitern des UN-Gipfels voraus und plädiert für eine "Verstärkung plurilateraler Kooperationen" nach dem Vorbild des Internationalen Aktionsprogramms für Erneuerbare Energien, des EU-Stufenplans zur Erreichung des 0.7%-Ziels oder des Kyoto-Protokolls.

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