Wirtschaft

IWF - WeltbankBerlin/Washington (epo). - Im Vorfeld der Frühjahrstagung von IWF und Weltbank, die am 16. und 17. April 2005 in Washington DC stattfindet, haben das globalisierungskritische Netzwerk Attac und die Berliner NGO Weed Fortschritte beim Schuldenerlass und beim Thema internationale Steuern angemahnt. Der IWF solle seine Goldvorräte verwenden, um damit einen Beitrag zur Finanzierung eines umfassenden Schuldenerlasses für die Gruppe der ärmsten Länder zu leisten, forderte Daniela Setton, Weltbank-Expertin bei Weed und Mitglied der Attac-AG Finanzmärkte.

Berlin/Genf (epo). - Einem neuen Bericht der internationalen Hilfsorganisation Oxfam zufolge üben reiche Länder verstärkt Druck auf arme Länder aus, ihre Märkte zu öffnen. Zugleich schütten sie subventionierte landwirtschaftliche Produkte zu Dumping-Preisen auf diese Märkte und vernichten so die Lebensgrundlage armer Bauern.
WolfowitzWashington (epo). - Die 24 Exekutivdirektoren der Weltbank haben den bisherigen Vize-Verteidigungsminister der Vereinigten Staaten, Paul Wolfowitz, am Donnerstag einstimmig als neuen Präsidenten der Weltbank bestätigt. Wolfowitz war von US-Präsident George W. Bush für diesen Posten vorgeschlagen worden. Er gilt als neokonservativer Hardliner und war einer der entschiedensten Befürworter des völkerrechtswidrigen Irak-Krieges.

World BankBrüssel/Berlin (epo). - Zu einem ersten Meinungsaustausch über die Perspektiven der Weltbank sind in Brüssel die europäischen Weltbank-Gouverneure mit dem von den USA als Weltbank-Präsident nominierten Paul Wolfowitz zusammengetroffen. Paul Wolfowitz war zu diesem Treffen eigens nach Europa gekommen. Von deutscher Seite nahm Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul als für die Weltbank zuständige Ministerin an diesem Treffen teil.

Berlin/Düsseldorf (epo). - Anlässlich des Staatsbesuchs des nigerianischen Präsidenten Olusegun Obasanjo in Berlin hat das deutsche Entschuldungsbündnis "Entwicklung braucht Entschuldung" von der Bundesregierung gefordert, sich im "Pariser Club" der wichtigsten Gläubigerregierungen für einen Schuldenerlass für das afrikanische Land einzusetzen. "Ein Schuldenerlass wäre ein großer Erfolg für die demokratische und reform-entschlossene Regierung", sagte Susanne Luithlen, Geschäftsführerin des Bündnisses.

Berlin (epo). - Sozial- und umweltverträgliche Reisen müssen sich nicht auf das schmale Segment des Öko-Tourismus beschränken. Dieser Ansicht sind Wissenschaftler des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Forschungsprojektes INVENT. Sie haben jetzt maßgeschneiderte Strategien für Reiseveranstalter, Urlaubsgebiete und touristische Anbieter entwickelt. Unter anderem am Beispiel der Dominikanischen Republik stellten die Experten aus Wissenschaft und Praxis auf der Internationalen Tourismus Börse (ITB) in Berlin ihre Konzepte vor.

EEDBerlin (epo). - Vor einem Billig-Tourismus in die von der Flutkatastrophe heimgesuchten Länder Südasiens hat die Fachstelle Tourismus des Evangelischen Entwicklungsdienstes (EED) gewarnt. Billig-Reisen könnten zu einer sozialen und ökologischen Gefahr für den Wiederaufbau in den Katastrophengebieten werden, sagte Heinz Fuchs von der Fachstelle Tourismus.

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