Humanitäre Hilfe

gemeinsam für afrikaBerlin. - Vor der größten humanitären Katastrophe seit Gründung der Vereinten Nationen warnt das Bündnis GEMEINSAM FÜR AFRIKA, ein Zusammenschluss von 22 deutschen Hilfsorganisationen unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Mehr als 23 Millionen Menschen sind derzeit in den Ländern Ostafrikas und in Nigeria akut vom Hungertod bedroht. Ohne Hilfe sei ein Massensterben unausweichlich, sorgen sich GEMEINSAM FÜR AFRIKA wie auch die Vereinten Nationen.

Berlin. - Die gegenwärtige Hungerkrise in Ostafrika offenbart in dramatischer Weise das Versagen der internationalen Gemeinschaft, Warnzeichen für humanitäre Krisen wahrzunehmen und rechtzeitig Präventionsmaßnahmen einzuleiten. Das haben Caritas international und die Diakonie Katastrophenhilfe in einem gemeinsamen Statement anlässlich ihrer Aktion "Die größte Katastrophe ist das Vergessen" erklärt. "Ohne katastrophale Bilder fehlt offenbar der Wille der humanitären Geber, frühzeitig auf Krisen zu reagieren, die sich schon lange angekündigt haben", kritisierten die beiden großen kirchlichen Katastrophenhilfswerke.

caritas Freiburg. - Caritas international leistet akute Nothilfe für die Betroffenen der schweren Überschwemmungen in Sri Lanka. Das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes unterstützt in einem ersten Schritt die Überlebenshilfen der Caritas Sri Lanka mit 50.000 Euro. "Die Menschen benötigen jetzt schnelle und effektive Hilfe, um gerade die ersten Tage nach ihrer Flucht vor dem Wasser einigermaßen unbeschadet zu überleben", sagte Oliver Müller, der Leiter von Caritas international, am Donnerstag in Freiburg.

worldvisionFriedrichsdorf. - Am 26. und 27. Mai findet in Italien das Gipfeltreffen der G7 statt. Angesichts der 20 Millionen Menschen, die in Afrika akut von Hunger bedroht sind, hat die Hilfsorganisation World Vision die Staats- und Regierungschefs der sieben reichsten Industrienationen dazu aufgerufen, ihre Versprechungen vom UN-Gipfel 2015 in New York umzusetzen und dafür zu sorgen, dass niemand mehr hungern muss.

oxfamBerlin. - In Jemen, Somalia, Nigeria und Südsudan drohen bis zu 30 Millionen Menschen zu verhungern. Deswegen müssen die G7-Staaten ihre Nothilfe dringend von derzeit insgesamt 1,7 auf mindestens 2,9 Milliarden US-Dollar erhöhen. Dies fordert Oxfam im Vorfeld des Treffens der Staats- und Regierungschefs im sizilianischen Taormina. Die internationale Nothilfe- und Entwicklungsorganisation warnt: Ohne ein sofortiges und entschlossenes Handeln wird die Krise außer Kontrolle geraten.

zentralafrikanische republik lage 150Bria. - Nachdem die schweren Kämpfe mit vielen Toten in der Stadt Bangassou Anfang vergangener Woche aufhörten, kam es in der Stadt Bria zu neuer Gewalt zwischen Selbstverteidigungsgruppen und Bewaffneten der Ex-Séléka-Koalition. Das hat Ärtze ohne Grenzen am Montag berichtet.

jemen lageSanaa. - Die internationale Hilfsorganisation CARE hat am Dienstag vor einer weiteren Ausbreitung der Cholera im Jemen gewarnt. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation sind bereits mehr als 50 Menschen an den Folgen der Durchfallerkrankung gestorben, insgesamt wird von etwa 2500 Erkrankten ausgegangen. Zerstörte Krankenhäuser, fehlender Zugang zu medizinischer Hilfe sowie sauberem Wasser bedrohen das Leben tausender Menschen.

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