Globalisierung

germanwatchBerlin/Herne (epo). - Der jahrelange Streit zwischen dem deutschen Reifenhersteller Continental und der Gewerkschaft des Euzkadi-Werkes in Guadalajara ist beigelegt. Wie die Menschenrechtsorganisation FIAN und die Nord-Süd-Initiative Germanwatch berichteten, erreichten die Arbeiter nach dreijährigem Streik gegen die widerrechtliche Schließung ihres Werkes durch Continental ihre wichtigsten Ziele: die Wiedereröffnung des Euzkadi-Werkes und die Erhaltung ihrer Arbeitsplätze. Sie sollen nun zu 50 Prozent Miteigentümer des Reifenwerkes werden.

Osnabrück (epo). - Als Folge wachsender Armut in ihren Herkunftsländern verlassen immer mehr Menschen, darunter auch Kinder, ihre Heimat auf der Suche nach einem besseren Leben. Immer restriktivere Zuwanderungsgesetze bei einem gleichzeitig wachsenden Bedarf an billigen Arbeitskräften in ungeregelten Beschäftigungsverhältnissen treibe die Migranten aber häufig in die Arme skrupelloser Schlepper und Menschenhändler, erklärte das entwicklungspolitische Kinderhilfswerk terre des hommes anlässlich des UN-Tages der Migranten am 16. Dezember.

WSF IndiaBerlin/Mumbai (epo). - In Indiens Wirtschaftsmetropole Mumbai (Bombay) trafen sich rund 100.000 Globalisierungskritiker und Friedensaktivisten zum Weltsozialforum 2004 (World Social Forum, WSF). Auf der Tagesordnung des WSF, das sich als Gegenveranstaltung zum Weltwirtschaftsforum (World Economic Forum, WEF, 21.-25. Januar 2004) im schweizerischen Davos etabliert hat, standen rund 1.000 Veranstaltungen zu Themen wie Krieg und Frieden, religiöser Fundamentalismus, unfairer Welthandel, Menschenrechten und Umwelt.

Berlin (epo). - Die weit verbreitete Korruption ist ein Hindernis für die nachhaltige Entwicklung. "Wer Armut bekämpfen will, muss auch Korruption bekämpfen, denn Korruption bedeutet, von den Armen zu stehlen", erklärte Bundesentwicklungsministerin Wieczorek-Zeul zum Internationalen Antikorruptionstag am 9. Dezember.

Im Vorfeld der "Rio+10"-Konferenz 2002 in Johannesburg trafen sich VertreterInnen von Nichtregierungsorganisationen, Institutionen der Entwicklungszusammenarbeit sowie von Kommunen und ihren Spitzenverbänden: Zum ersten Mal - im Rahmen einer bundesdeutschen Konferenz - dachten PolitikerInnen, entwicklungspolitisch Aktive und MitarbeiterInnen staatlicher und multilateraler Institutionen gemeinsam über die Zukunft von kommunaler Entwicklungszusammenarbeit und Möglichkeiten für die Umsetzung lokaler Agenda-21-Prozesse nach. Gäste aus Partnerstädten und -projekten in Afrika, Asien und Lateinamerika brachten erstmals ihre Erfahrungen mit nachhaltiger Entwicklung in die Debatte ein. Jetzt veröffentlichten Kommunen und Initiativen auf ihrer 8. Bundeskonferenz in Bonn am 10.2.2001 ein Memorandum.

Back to Top