AfghanistanBerlin (epo). - Die deutsche Bundesregierung beteiligt sich mit 3,24 Millionen US-Dollar an der Finanzierung der rund 148 Millionen Dollar teuren Parlamentswahl in Afghanistan. Darüber hinaus unterstützt das Auswärtige Amt nichtstaatliche Organisationen bei der politischen Bildung, beteiligt sich personell und finanziell an den internationalen Wahlbeobachtermissionen und stellt das größte Kontingent der Friedenstruppen (ISAF) unter der Führung der NATO, die auch für Sicherheit bei den Wahlen sorgen sollen.

Rodung auf Borneo. Foto: WWFFrankfurt a.M. (epo). - Drei Viertel der in den indonesischen Export gehenden Hölzer und Holzprodukte stammen aus illegalen Quellen. Dennoch ist Indonesien mit einem Marktanteil von 23 Prozent neben Brasilien das wichtigste Herkunftsland für Direktimporte von Tropenhölzern nach Deutschland. Zusätzlich gelangen größere Mengen indonesischen Holzes über Transitländer wie China, Malaysia oder Italien auf den deutschen Markt. "Politik und Wirtschaft haben den stillen Pakt mit der Holzmafia noch immer nicht aufgekündigt", erklärte die Tropenwaldexpertin Nina Griesshammer bei der Vorstellung einer neuen Studie der Umweltstiftung WWF mit dem Titel "Heiße Ware Tropenholz" in Frankfurt am Main. Greenpeace protestierte in Berlin gegen den Einbau von rund 500 Merantiholz-Fenstern in das Gebäude der Bundestagsverwaltung.

Kyoto-Anzeige des BMUFrankfurt a.M. (epo). - Die Industrieländer müssen sich zu einer substantiellen Reduktion ihrer Treibhausgase verpflichten. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der KfW Bankengruppe, die sich mit den Erfolgen des Kyoto-Protokolls zur Reduzierung von CO2-Emissionen sowie weiteren nötigen Schritten zur Abschwächung des Klimawandels befasst. Auch die Entwicklungs- und Schwellenländer müssten einen Beitrag leisten, heisst es in der KfW-Studie "Ausgestaltungsmöglichkeiten eines Post-Kyoto Regimes", da in diesen Ländern die Treibhausgasemissionen am stärksten ansteigen.

Reisterrassen auf den Philippinen. Foto: MPGMarburg (epo). - Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für terrestrische Mikrobiologie in Marburg haben eine Mikroorganismen-Art als Hauptproduzenten von Methan in Reisfeldern identifiziert. Die spezielle Gruppe von Archaea-Bakterien sei mit ihrem Stoffwechsel auch für das globale Klima von Bedeutung, erklärte das Max-Planck-Institut. Methan ist nach Kohlendioxid das zweitwichtigste Treibhausgas und damit für die globale Klimaerwärmung mit verantwortlich.

Millennium-Kampagne in DeutschlandBonn (epo). - Die neue Website der deutschen Millenniumkampagne der Vereinten Nationen ist jetzt online. Die Internetseite soll Akteure aus allen Bereichen der Gesellschaft (Vertreter aus Städten und Gemeinden, Bürgerinitiativen, Medien, kirchlichen Gruppen, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft) mobilisieren. Als besonders wichtige Zielgruppe nennt Renée Ernst, Beauftragte der UN-Millenniumkampagne in Deutschland, die Jugendlichen. Sie sollen für ein konkretes Engagement gegen Armut und Ungerechtigkeit gewonnen werden.

Wieczorek-ZeulBerlin (epo). - Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul hat dem Spitzenkandidaten der Linkspartei, Oskar Lafontaine, vorgeworfen, er verrate Prinzipien internationaler Solidarität. Lafontaine hatte erklärt, im Falle eines Einzugs in den Bundestag werde seine Partei gegen die Verlängerung des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan stimmen. Lafontaine nannte den internationalen Anti-Terror-Kampf "eine Art Kriegsführung", die zu Anschlägen in den daran beteiligten Ländern verleite.

MITCambridge (epo). - Tropische Wirbelstürme haben in den vergangenen 30 Jahren an Intensität und Zerstörungskraft beträchtlich zugenommen. Zumindest zum Teil sei dies auf die vom Menschen verursachte Klimaerwärmung zurückzuführen, so der Meteorologe Kerry Emanuel vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) in einer neuen Studie.

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