oxfamBerlin. - Von Gewalt, Brutalität und unrechtmäßiger Behandlung durch Polizisten auf der westlichen Balkan-Route haben Geflüchtete und andere Migranten in einem am Donnerstag vorgestellten NGO-Report berichtet. Herausgeber sind das Belgrader Menschenrechtszentrum (BCHR), der Mazedonische Verband junger Anwälte (MYLA) und Oxfam. Menschen, die vor Krieg, Verfolgung und Armut fliehen, werden demnach geschlagen, ausgeraubt und unmenschlich behandelt. Sie haben zudem keinen Zugang zu einem fairen Asylverfahren, vielfach kommt es zu illegalen Sammelausweisungen.

worldvisionBerlin. - Am 5. April vor 25 Jahren trat die UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland in Kraft. Ihr verdanken Kinder in Deutschland unter anderem die gesetzliche Verankerung des Rechts auf gewaltfreie Erziehung durch das Verbot körperlicher Bestrafungen. Für die Kinderhilfsorganisation World Vision ist die Konvention noch immer wegweisend. Die Weltgemeinschaft müsse bis 2030 aber stärker daran arbeiten, auch den ärmsten Kindern ein Leben in Würde zu ermöglichen und die gesellschaftlichen Mitwirkungsmöglichkeiten aller Kinder zu verbessern, fordert World Vision.

make chocolate fairBerlin. - Am Donnerstag hat die ivorische Kakaovermarktungsstelle Conseil Café Cacao verkündet, zum 1. April 2017 den staatlich garantierten Kakaopreis um 30 Prozent zu senken. Der Weltmarktpreis für Kakao war zuletzt innerhalb eines halben Jahres um etwa ein Drittel auf teilweise unter 2000 US-Dollar pro Tonne gefallen. Während sich in Deutschland Kinder auf die Schokoladenköstlichkeiten im Osternest freuen, müssen Kakaobauernfamilien in der Elfenbeinküste nun mit starken Einkommensverlusten rechnen, berichtete INKOTA am Freitag.

cleanclothesJakarta. - Die indonesischen Gewerkschaften GSBI und FSPMI haben am Donnerstag eine Protestaktion vor der deutschen Botschaft in Jakarta organisiert, um auf das Schicksal von 4000 Arbeiterinnen aufmerksam zu machen, die bei einem Zulieferer der deutschen Unternehmen s.Oliver und Gerry Weber gearbeitet haben. Das hat die Clean Clothes Campaign (CCC) berichtet. Im April 2015 wurde die insolvente Textilfabrik Jaba Garmindo in Indonesien geschlossen. Bis heute warten Tausende vorwiegend weibliche Beschäftigte, die damals entlassen wurden, vergebens auf vier ausstehende Monatsgehälter sowie Abfindungen von insgesamt fast elf Millionen US-Dollar.

germanwatchBonn. - Als einen "Rückschritt ins vergangene Jahrhundert" hat die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch die energie- und klimapolitischen Verordnungen von US-Präsident Donald Trump kritisiert. "Damit katapultiert Trump die USA aus der internationalen Führungsrolle in der Klimapolitik, die die Obama-Administration gemeinsam mit China übernommen hatte", sagte Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch. "Zudem meldet er die USA aus der Gruppe der innovativen und verantwortungsvollen Staaten ab."

nuclear banBerlin. - In New York beginnen am Montag die offiziellen UN-Verhandlungen über ein weltweites Atomwaffenverbot. Delegierte aus mehr als 100 Staaten beraten über "ein rechtsverbindliches Instrument zum Verbot nuklearer Waffen". Das geplante Abkommen soll zur vollständigen Vernichtung dieser Massenvernichtungswaffen führen. Die erste Verhandlungsrunde soll bis zum Ende dieser Woche dauern, eine weitere ist für Juni/Juli geplant.

germanwatchBerlin. - Unerwarteter Rückenwind für eine ambitionierte Umsetzung der Energie- und Klimaagenda der G20 zur Umsetzung des Paris-Abkommens: Mit einer gemeinsamen Stellungnahme haben die offiziellen Initiativen aus Wirtschaft (B20), Thinktanks (T20) und Zivilgesellschaft (C20) aus den G20-Staaten gemeinsam der deutschen G20-Präsidentschaft für eine solche Politik den Rücken gestärkt. Die G20 verantwortet rund vier Fünftel der globalen CO2-Emissionen. Die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch bewertet das Papier als "Aufruf zum politischen Mut an die G20-Staaten, nun den notwendigen ambitionierten Klimaschutz mit einer Rahmensetzung zu versehen, die zu einem neuen Wohlstandsmodell führt".

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