Asien

gfbv 200Göttingen. - Die Menschenrechtsorganisation Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat Kambodschas Abschiebung von 36 Christen eines verfolgten indigenen Volkes nach Vietnam verurteilt. "Die zwangsweise Abschiebung der Ureinwohner ist eine grobe Verletzung der Flüchtlingskonvention der Vereinten Nationen, da den Flüchtlingen in Vietnam akute Gefahr für Leib und Leben droht", erklärte der GfbV-Asienreferent Ulrich Delius am Dienstag in Göttingen.

Berlin. - Im Gefängnis der ostkurdischen Stadt Urmiye (Urmia) wurden die drei kurdischen politischen Gefangenen Saman Nesim, Ali Efşarî und Habîbullah Efşarî durch die Islamische Republik Iran hingerichtet. Trotz der Proteste einer Vielzahl von internationalen Menschenrechtsorganisationen bestätigte ein Anwalt der drei Gefangenen, dass das Regime das Todesurteil gegen die Gefangenen am 20. Februar vollstreckt hat. Der Zustand von drei weiteren politischen Gefangenen im Urmia-Gefängnis, die ebenfalls durch das Regime zum Tode verurteilt wurden, ist weiterhin unklar.

silberhorn thomasMazar-e-Sharif/Berlin. - Thomas Silberhorn, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), hält sich derzeit in Afghanistan auf. In Mazar-e-Sharif besuchte er eine aus Mitteln des BMZ geförderte Molkerei und legte den Grundstein für den Bau einer Ingenieursschule.

Wien. - Ende Jänner wurden 215 Kinder von der indischen Polizei aus einer Schmuckfabriken in Hyderabad befreit, wo sie in vier Räumen eingepfercht bis zu 14 Stunden täglich Zwangsarbeit leisten mussten. Alle Kinder, die im Rahmen der „Operation Lächeln“ freikamen, wurden ins Kinderheim Don Bosco Navajeevan in Ramanthapur gebracht. „Die Polizei hat die Kinder nur befreit, doch niemand hat darüber nachgedacht, von was sie danach leben sollen, wer für ihre Unterbringung, Ernährung und Schulbildung aufkommen soll“, kritisierte Jugend Eine Welt-Vorsitzender Reinhard Heiserer.

netzbangladesch logoDhaka. - Bei gewalttätigen Ausschreitungen sind seit dem 5. Januar 2015 über 60 Menschen in Bangladesch ums Leben gekommen. Über 1000 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Der 5. Januar markiert den Jahrestag der Parlamentswahlen, welche die Awami-Liga (AL) Anfang 2014 deutlich gewonnen hatte. Der Wahlsieg war jedoch umstritten, die Bangladesh Nationalist Party (BNP) und weitere Oppositionsparteien hatten im Vorfeld der Wahl Manipulationsvorwürfe erhoben und in der Folge diese boykottiert.

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