Entwicklungszusammenarbeit

bmz Berlin. - In der Region um Syrien, in Afrika und anderen Teilen der Welt haben Millionen Geflüchtete Schutz gefunden. Die Gemeinden, die die Menschen aufnehmen, stoßen dadurch aber oft an ihre Belastungsgrenze: Es fehlt an Unterkünften und Arbeitsmöglichkeiten, die Schulen haben nicht genug Platz für alle Kinder, Wasser und Nahrungsmittel werden knapp. Das Entwicklungsministerium (BMZ) hat deshalb sein Engagement vor Ort seit Beginn der Legislaturperiode deutlich ausgebaut. Allein im vergangenen Jahr wurden mehr als drei Milliarden Euro für den Bereich Flucht und Entwicklung eingesetzt.

bmzNew York - Bei der diesjährigen Umsetzungskonferenz zu den UN-Nachhaltigkeitszielen (High Level Political Forum on Sustainable Development) haben über 40 Staaten ihre Fortschrittsberichte vorgelegt, deutlich mehr als im vergangenen Jahr. Darunter waren auch Indien, Japan und Brasilien. Das zeigt ein wachsendes Interesse der Staaten an der Umsetzung der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung, der Agenda 2030. Deutschland hatte seinen ersten Fortschrittsbericht bereits letztes Jahr vorgestellt.

bmzBerlin. - Entwicklungsminister Gerd Müller und der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Reiner Hoffmann, haben am Mittwoch eine Partnerschaftserklärung unterzeichnet, mit der die Arbeitsbedingungen in Entwicklungs- und Schwellenländern verbessert werden sollen.

giz Berlin. - Konfliktregionen und fragile Staaten – immer häufiger wird die Unterstützung der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) in instabilen Ländern nachgefragt. Oft fehlt es an rechtsstaatlichen Strukturen und Sicherheit, was weitreichende Folgen für die Lebensbedingungen der Menschen hat. Schon heute sind mehr als die Hälfte der Länder, in denen die GIZ für die Bundesregierung und andere Auftraggeber tätig ist, fragile Staaten. Das geht aus dem Jahresbericht hervor, den die GIZ am Montag in Berlin vorgelegt hat.

bmz Paris. - Deutschland, Frankreich und die Europäische Union haben während des 19. Deutsch-Französischen Ministerrates den Ausbau ihrer Entwicklungszusammenarbeit mit den Staaten der Sahel-Region beschlossen. Mit der gemeinsamen "Allianz für den Sahel" sollen durch Berufsbildungsangebote und Investitionen in Landwirtschaft und Infrastruktur Arbeitsplätze vor allem für die junge Bevölkerung geschaffen werden. Mit der Initiative werden Mauretanien, Mali, Burkina Faso, Niger und Tschad auch beim Kampf gegen Korruption unterstützt.

caritas Berlin. - Angesichts der stetigen Verschlechterung der Sicherheitslage in Afghanistan hat die deutsche Caritas vor den Gefahren der zwangsweisen Rückführung von Afghanen gewarnt. "Afghanistan ist ein Land, in dem von Monat zu Monat die Zahl der toten und verletzten Zivilisten auf ein neues Rekordniveau steigt. Abschiebungen setzen die Menschen unüberschaubaren Risiken aus und sind deshalb nicht zu verantworten", sagte Peter Neher, Präsident des Deutschen Caritasverbandes, anlässlich der Vorstellung des Jahresberichtes von Caritas international in Berlin.

euBerlin. - Die EU-Kommission möchte mit dem "Instrument für Stabilität und Frieden", dem Budget der EU für zivile Vorbeugung und Friedensförderung, zukünftig Armeen in Drittstaaten ausrüsten und ausbilden. Nach dem Entwicklungsausschuss hat am Dienstag auch der federführende Außenausschuss im Europäischen Parlament diesem Vorhaben mehrheitlich zugestimmt. Das evangelische Hilfswerk Brot für die Welt hält dies für "eine völlig falsche Weichenstellung".

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