Weltpolitik

Berlin. - Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW hat die Bundesregierung aufgefordert, die Lieferung von U-Booten an Israel zu stoppen. Experten zufolge können diese U-Boote mit Marschflugkörpern und nuklearen Sprengköpfen ausgestattet werden. "Es ist ein verheerendes politisches Signal, wenn Deutschland kurz nach der historischen Verabschiedung eines UN-Vertrags zum Atomwaffenverbot einen Atomwaffenstaat bei der atomaren Aufrüstung unterstützt", erklärte der IPPNW-Vorsitzende Alex Rosen.

g20 hh 2017Hamburg. - Nichtstaatliche Organisationen haben die Ergebnisse des G20-Gipfels unter deutscher Präsidentschaft in Hamburg überwiegend als enttäuschend bewertet. Für die vielen Menschen weltweit, die in Armut leben, habe der Gipfel kaum etwas gebracht, erklärten Misereor, Oxfam und eine Reihe weiterer NGOs. Die Chance für eine gerechtere Gestaltung der Globalisierung sei einmal mehr vertan worden. 

wvHamburg. - Am ersten Tag des G20 Gipfels hat die internationale Kinderhilfsorganisation World Vision an die Staatschefs appelliert, sich nicht spalten zu lassen. "Mehr denn je brauchen wir ein einheitliches Vorgehen gegen die massiven Probleme, denen wir derzeit weltweit gegenüberstehen", betonte Christoph Waffenschmidt, Vorstandsvorsitzender von World Vision Deutschland, am Freitag in Hamburg. "Wir befürchten, dass der Gipfel hier in Hamburg so enden wird, wie der G7 Gipfel in Italien – nämlich mit keinen Ergebnissen, um die Hungersnot in Afrika zu bekämpfen oder die Syrien-Krise zu beenden und Lösungen für Gewalt gegen Kinder zu finden."

attac Hamburg. - Der Alternativgipfel zur G20-Konferenz in Hamburg hat ein großes Bedürfnis nach Inhalten und Debatten über global gerechten Lösungen für die drängenden Probleme der Menschheit gezeigt. Diese Bilanz hat das globalisierungskritische Netzwerk Attac nach der Beendigung des Gipfels nichtstaatlicher Organisationen gezogen. Insgesamt haben nach Angaben der Veranstalter mehr als 2000 Menschen an den Diskussionen teilgenommen. 

venro 200Berlin. - Anlässlich des G20-Gipfels in Hamburg hat der Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (VENRO) von der Bundesregierung und der G20 eine gerechtere Gestaltung der Globalisierung und einen stärkeren Einsatz gegen Armut, Hunger und soziale Ungleichheit weltweit gefordert. Notwendig seien ein nachhaltigeres Wirtschaftsmodell, ein konsequenter Klimaschutz und die Stärkung von zivilgesellschaftlichen Organisationen auf der ganzen Welt, erklärte der Verband am Donnerstag in Berlin.

oneBerlin. - Am Donnerstag findet das Global Citizen Festival in Hamburg statt. Bekannte Künstlerinnen und Künstler wie Coldplay, Shakira, Pharrell Williams, Carolin Kebekus, Lena Meyer-Landrut, Andreas Bourani und Herbert Grönemeyer werden dort auftreten, um vor dem G20-Gipfel ein starkes Signal an die in Hamburg anwesenden Staats- und Regierungsoberhäupter zu senden. Sie fordern von den G20-Staaten mehr Einsatz im Kampf gegen extreme Armut und für gleiche Bildungschancen für Mädchen und Jungen.

g20 hh 2017Berlin. - Auf der Agenda des G20-Gipfels am 6. und 7. Juli in Hamburg vermissen das evangelische Hilfswerk Brot für die Welt und die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch eine klare Positionierung für eine nachhaltige und global gerechte Entwicklung. Von der Agenda 2030 der Vereinten Nationen und dem Pariser Klimaabkommen - zwei zentralen internationalen Verpflichtungen - sei bisher wenig die Rede, wenn es um Pläne für die Armutsbekämpfung und den Klimaschutz auf dem G20-Treffen geht, erklärten die NGOs am Mittwoch.

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