Gesundheit

knhDuisburg. - Weltweit geht die Anzahl der Neuinfektionen mit HIV zwar zurück, bei Mädchen und jungen Frauen in Afrika südlich der Sahara steigt die Zahl jedoch an. Gründe dafür liegen unter anderem im mangelnden Schutz von Mädchen und Frauen. "Das Ziel, Aids bis zum Jahr 2030 ein Ende zu setzen, wird dadurch massiv gefährdet", sagte Frank Mischo, Aids-Experte bei der Kindernothilfe. "Ohne größeres Engagement für Mädchen und junge Frauen in Subsahara-Afrika bleibt unser Ziel unerreichbar."

oneBerlin. - Anlässlich des Welt-Aids-Tags (1. Dezember) hat die entwicklungspolitische Lobby- und Kampagnenorganisation ONE einen neuen Aids-Bericht mit dem Titel "Im Leerlauf verfangen" veröffentlicht. Darin warnt ONE die Staats- und Regierungschefs der Welt, dass die Zeit im Kampf gegen HIV/Aids knapp werde. Angesichts der Bevölkerungsentwicklung in Subsahara-Afrika müssten Investitionen umgehend erhöht werden. Es bleibe nur noch ein Vier-Jahres-Fenster, um der Krankheit zuvorzukommen und nicht langfristig die Kontrolle über die Situation zu verlieren.

unaidsHannover. - Der Kampf gegen HIV und Aids macht Fortschritte: Mitte 2016 hatten 18,2 Millionen Menschen Zugang zu einer antiretroviralen Therapie - doppelt so viele wie fünf Jahre zuvor. Insgesamt waren Ende 2015 36,7 Millionen Menschen HIV-infiziert, 1,1 Millionen Menschen starben im vergangenen Jahr an Aids. Das geht aus dem am Montag veröffentlichten UNAIDS-Bericht hervor.

suedsudan flagge 100Juba. - Der Teilstaat Southern Liech im Südsudan ist aktuell schwer von Cholera betroffen. Die Mitarbeiter in der Hoffnungszeichen-Klinik in Nyal haben am Freitag von über 60 Betroffenen berichtet. Acht Menschen fielen der Cholera bereits zum Opfer. Die Dunkelziffer dürfte deutlich höher liegen, denn nicht alle Erkrankten erreichen die Klinik.

unicefMarrakesch. - Lungenentzündungen und Durchfallerkrankungen sind laut UNICEF für den Tod von 1,4 Millionen Kindern jährlich verantwortlich - das sind mehr Todesfälle, als durch alle anderen gefährlichen Kinderkrankheiten zusammen. Insbesondere Kinder aus armen Familien in Afrika und Südasien sind gefährdet. Dabei gibt es durchaus wirksame und kostengünstige Gegenmaßnahmen. Darauf hat das Kinderhilfswerk am Freitag aufmerksam gemacht.

dahwWürzburg. - Mehr als zehn Millionen Menschen sind im Jahr 2015 an Tuberkulose erkrankt, fast 1,8 Millionen daran gestorben. Auf diese traurige Bilanz der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe am Mittwoch hingewiesen. Sie fordert von den Regierungen der reichen Länder, mehr in Forschung zu investieren. Medikamente oder Impfstoffe müssten aber auch für Menschen in armen Ländern bezahlbar sein.

whoHannover. -  Im Jahr 2015 starben 1,4 Millionen Menschen an Tuberkulose – 22 Prozent weniger als noch im Jahr 2000. Trotz des Rückgangs zählt Tuberkulose noch immer zu den zehn häufigsten Todesursachen weltweit. Die Zahl der Neuerkrankungen lag zuletzt bei 10,4 Millionen, darunter eine Million Kinder. Dank effektiver Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten wurden seit dem Jahr 2000 insgesamt 49 Millionen Menschenleben gerettet. Das geht aus dem am Donnerstag veröffentlichten globalen Tuberkulosebericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hervor.

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