Kulturpolitik

Mustafa YoldasHamburg/Berlin (epo). - Lange Zeit sahen die islamischen Dachverbände in Deutschland keine Notwendigkeit, sich vom islamistischen Terror zu distanzieren. Ihre Mitglieder hatten schließlich in ihrer überwältigenden Mehrheit nichts mit Gräueln wie Bombenattentaten und Selbstmordanschlägen zu tun. In den letzten 18 Monaten trat jedoch ein Sinneswandel ein. Angesichts aktueller Anlässe - zuletzt die Entführung der deutschen Archäologin Susanne Osthoff im Irak - engagieren sich die Muslime in der Bundesrepublik und anderen europäischen Staaten zunehmend gegen die religiös verbrämte Gewalt. Eine Analyse von Erhard Brunn zeigt den Weg auf, den der deutsche Islam in dieser Hinsicht genommen hat.

unesco

New York/Genf (epo). - Mit großer Mehrheit hat die UNESCO-Generalkonferenz am 20. Oktober 2005 das "Übereinkommen zum Schutz und zur Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen" verabschiedet. Das Übereinkommen schafft eine völkerrechtlich verbindliche Grundlage für das Recht aller Staaten auf eigenständige Kulturpolitik.

GTZBonn/Eschborn (epo). - Fünf Wochen nach ihrer Präsentation beim UN-Gipfel in New York stellt die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH ihre Posterreihe "MDGs an der Basis fest im Blick" erstmalig in Deutschland der Öffentlichkeit vor. In der Bonner Bundeskunsthalle werden zehn Projektbeispiele aus Afrika, Asien und Lateinamerika gezeigt, die illustrieren, wie lokales Engagement in Entwicklungsländern einen entscheidenden Beitrag leistet, um die Millenniums-Entwicklungsziele (MDG) zu erreichen.

ToledoStockholm (epo). - Die Alternativen Nobelpreise des Jahres 2005 gehen an Preisträger aus Kanada, Malaysia und Botswana. Dies teilte die Stiftung am Donnerstag in Stockholm mit. Der Ehrenpreis geht an den mexikanischen Künstler und Philantropen Franscisco Toledo. Der 1940 geborene Zapoteke aus der Provinz Oaxaca schöpft in seiner Kunst aus dem Erbe der traditionellen altmexikanischen Kulturen und hat in zahlreichen Galerien in aller Welt ausgestellt.

AABerlin (epo). - Die Bundesregierung hat den "Bericht zur Auswärtigen Kulturpolitik 2004" im Kabinett verabschiedet. Der Bericht bietet einen Überblick über die deutsche Kultur- und Bildungspolitik im Ausland als integraler Bestandteil der deutschen Außenpolitik. Er illustriere dies an Beispielen, teilte das Auswärtige Amt (AA) am Mittwoch mit.

UNESCO

Bonn/Paris (epo). - Zur 33. Generalkonferenz der UNESCO vom 3. bis 21. Oktober in Paris werden mehr als 2000 Delegierte aus den 191 Mitgliedstaaten der Organisation in Paris erwartet, darunter zahlreiche Staatschefs und Minister. Im Rahmen der Konferenz findet am 5. Oktober ein Festakt zum 60-jährigen Bestehen der UNESCO statt. Zum Jubiläum sprechen der deutsche Bundespräsident Horst Köhler und der afghanische Staatspräsident Karzai. Im Mittelpunkt der Konferenz steht das Übereinkommen zum Schutz und zur Förderung der kulturellen Vielfalt, dessen Verabschiedung von Deutschland unterstützt wird.

?bersee Museum

Bremen (epo). - Eine Sonderausstellung am Bremer Überseemuseum dokumentiert jetzt die Begegnung von Afrikanern und Missionaren: "Der dritte Raum" (bis 13. November 2005) präsentiert erstmals öffentlich Ergebnisse eines von der VolkswagenStiftung unterstützten Forschungsprojektes an der Bremer Universität. Drei Jahre lang untersuchte der Kulturwissenschaftler Rainer Alsheimer die Begegnung und Vermischung der Kultur der Missionare der Norddeutschen Mission und der Ewe-Bevölkerung in Westafrika von 1847 bis 1939.

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