Artenschutz

Hamburg. - Es ist ein großer Schritt für den Schutz der westafrikanischen Schimpansen: Liberia hat den neuen Grebo-Krahn Nationalpark eingerichtet, um Schimpansen und deren Lebensraum zu schützen. Mehr als 300 der vom Aussterben bedrohten Tierart sind damit unter Schutz gestellt. Treibende Kraft hinter dem neuen Reservat ist die Wild Chimpanzee Foundation (WCF). Die Organisation Rettet den Regenwald aus Hamburg hat sie mit Spenden unterstützt.

pro wildlifeMünchen. - Die Artenschutzorganisation Pro Wildlife hat alle Staaten aufgefordert, den Elfenbeinhandel zu beenden. In Afrika spiele sich derzeit die schlimmste Wilderei-Krise seit Jahrzehnten ab: In nur sieben Jahren seien die Bestände der Savannen-Elefanten um ein Drittel dezimiert worden. Nur rund 415.000 Elefanten lebten noch auf dem gesamten Kontinent, so Pro Wildlife. Um das Jahr 1900 seien es noch geschätzt zehn Millionen gewesen. 

Brüssel. -  In einem offiziellen Dokument der Internationalen Walfangkommission (IWC) hat die Europäische Union am gestrigen Donnerstag scharfe Kritik an Japans Walfang geäußert und das Einstellen der Jagd gefordert. Pro Wildlife begrüßt diese klare Stellungnahme. 

meerestiere karteFreiburg. - Ein internationales Forschungsteam hat Weltkarten zur globalen Verbreitung von Meerestieren miteinander verglichen und Vorschläge erarbeitet, wie sich aus den beiden maßgeblichen Datenbanken, die diesen Karten zugrunde liegen, künftig präzisere Darstellungen als bisher erzeugen lassen. Daten zu Verbreitungsgebieten sind eine wichtige Grundlage für ökologische Studien sowie für Entscheidungen über Maßnahmen, die das Überleben bedrohter Spezies sicherstellen sollen.

international Whaling CommissionPortoroz. - Über den Antrag zur Einrichtung eines 20 Millionen Quadratkilometer großen Walschutzgebiets im Südatlantik entscheiden die Teilnehmer der Internationalen Walfangkommission (IWC) in Slowenien (24.10.). Die Länder Argentinien, Brasilien, Gabun, Südafrika und Uruguay schlagen der IWC die Einrichtung einer Schutzzone vor, die etwa ein Viertel des Atlantischen Ozeans ausmacht – und die auch Deutschland unterstützt. Japan, Norwegen und Island befürworten den Walfang.

nefoLeipzig. - In Leipzig treffen sich bis zum 8. Juli mehrere Hundert internationale Experten zur GEO BON Open Science Conference. Sie arbeiten im globalen Beobachtungssystems für biologische Vielfalt GEO BON zusammen. Auf der Konferenz geht es insbesondere darum, globale Standards zur Erhebung und Zugänglichkeit von Daten zu bestimmen. Denn um das globale Problem "Biodiversitätsverlust" vollständig erfassen und bekämpfen zu können, braucht es eine solide Datenbasis.

wwf fischratgeberHamburg. - Welchen Fisch kann man mit gutem Gewissen essen? Diese Frage beantwortet der jetzt veröffentlichte aktualisierte Fischratgeber des WWF, der Verbrauchern mittels Ampelsystem wertvolle Orientierung an der Fischtheke bietet. "Hering und Sprotte aus der Nord- und Ostsee sind eine gute Wahl. Diese Bestände sind groß genug und die Fangmethode schädigt die Meeresumwelt kaum", erklärt Catherine Zucco, Fischereiexpertin des WWF. Als Alternativen aus Aquakultur empfiehlt sie europäischen Karpfen sowie Bio-Forellen.

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