Ernährung

bmzBerlin. - Weltweit hungern fast 800 Millionen Menschen – vor allem in Afrika südlich der Sahara und in Asien. Es scheint paradox, dass Afrika derzeit mehr als 35 Milliarden US-Dollar für Nahrungsmittelimporte ausgibt, obwohl der Kontinent über die größten Agrarnutzflächen weltweit verfügt. Die Afrikanische Entwicklungsbank (AfDB) hat das Thema Ernährungssicherung, ländliche Entwicklung und Beschäftigung daher in den Mittelpunkt ihrer Jahrestagung gestellt, die vom 22.-25. Mai im indischen Ahmedabad stattfindet.

whh projekte2016

Berlin. - Die Auswirkungen des Krieges in Syrien und der Hunger in vielen Ländern Afrikas dominierten im Jahr 2016 die Arbeit der Welthungerhilfe. Deshalb müsse die Partnerschaft mit Afrika eine zentrale Rolle bei den G20 Verhandlungen in Deutschland spielen. "Eine Welt ohne Hunger ist keine Vision sondern ein Menschenrecht. Die Situation in Afrika wird entscheidend für eine friedliche geopolitische Entwicklung sein. Daher fordern wir, dass die Bundesregierung gemeinsam mit den Partnern der G20 und den afrikanischen Ländern eine neue Afrikapolitik entwickelt", sagte Bärbel Dieckmann, Präsidentin der Welthungerhilfe.

wfp 100Rom. - Während weltweit so viele Menschen auf Flucht sind wie noch nie, zeigt eine am Freitag veröffentlichte Studie des UN World Food Programme (WFP), dass fehlende Ernährungssicherheit die Migration über Landesgrenzen hinweg deutlich steigert. Der Bericht hat festgestellt, dass die Zunahme von Hunger in einer Bevölkerung um ein Prozent, 1,9 Prozent mehr Menschen zwingt zu migrieren. Desweiteren fliehen mit jedem weiteren Konfliktjahr 0,4 Prozent mehr Menschen aus einem Land. Wo Hunger und Konflikt zunehmen, werden also mehr Menschen abwandern oder ihr Zuhause verlassen.

Berlin. - Nicht nur an Land, auch in den Meeren und Ozeanen ist der Klimawandel drastisch zu spüren. Der Meeresspiegel steigt, der Ozean wird sauer. Diese klimabedingten Störungen werden die ohnehin ausgebeuteten Fischbestände weiter reduzieren. Bis zum 29. April sind die Fänge deutscher Fischer in Nord- und Ostsee aufgebraucht. Slow Food Deutschland, Brot für die Welt und die Initiative Fair Oceans haben zum Fish Dependance Day Politik, Wirtschaft und Gesellschaft aufgerufen, Überfischung zu stoppen und die Meere vor den negativen Folgen des Klimawandels zu schützen. 

rights peasant neu

Berlin. - Der internationale Tag des kleinbäuerlichen Widerstandes (17. April)  steht in diesem Jahr im Zeichen der Rechte von Kleinbauern und Kleinbäuerinnen. Obwohl sie 70 Prozent der weltweiten Nahrungsmittel produzieren, haben sie oft selbst nicht genug zu essen: 50 Prozent der weltweit 800 Millionen Hungernden sind  Kleinbauern. In einem breiten Bündnis  haben Menschenrechtsorganisationen an die Bundesregierung appelliert, die Erarbeitung einer UN-Deklaration zur Stärkung ihrer Rechte konstruktiv zu unterstützen.

amerika 21Mexiko-Stadt. - Der Oberste Gerichtshof Mexikos hat nach mehrmaligen Aufschüben über den Anbau von Gensoja im zur Halbinsel Yucatán gehörenden Bundesstaat Quintana Roo durch den Monsanto-Konzern entschieden. Maya-Gemeinden und -organisationen aus dem Landkreis Bacalar hatten auf ein Anbauverbot für Gensoja geklagt und zudem einen entscheidenden Teil des auch als "Monsanto-Gesetz" bekannten mexikanischen Gesetzes über Biosicherheit angefochten.

venro 200Berlin. - Anlässlich der am Mittwoch stattfindenden Sondersitzung zur Hungersnot in Ostafrika im Auswärtigen Amt hat VENRO den Willen zum Handeln begrüßt. Gleichzeitig kritisiert der Verband die späte Reaktion der Geberstaaten. Für viele Menschen kommt die Hilfe deshalb zu spät.

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