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Migration

Foto: Flüchtlinge im Gazastreifen © IRIN/Erica SilvermanGenf/Berlin (epo.de). - Der Anstieg von Asylsuchenden aus Afghanistan, Somalia und anderen Konfliktgebieten hat die Zahl der Asylanträge in den Industriestaaten im Jahr 2008 zum zweiten Mal in Folge ansteigen lassen. Das geht aus dem Jahresbericht 2008 des Flüchtlingskommissariats der Vereinten Nationen (UNHCR) hervor, der am Dienstag in Genf veröffentlicht worden ist. Dem Bericht zufolge wurden 2008 in 51 Industriestaaten rund 383.000 neue Asylanträge gestellt – zwölf Prozent mehr als 2007 (341.000). Im Jahr 2006 war mit 307.000 Anträgen ein 20-Jahres-Tief zu verzeichnen gewesen.
unhcr

Berlin (epo.de). - Das UN-Flüchtlingskommissariat (UNHCR) "dankt den Behörden und der Zivilgesellschaft in Deutschland für die warmherzige Aufnahme besonders schutzbedürftiger irakischer Flüchtlinge". Die innenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Ulla Jelpke, hingegen kommentierte die Nachricht vom Donnerstag von der Aufnahme von 2.500 irakischen Flüchtlingen aus Syrien und Jordanien im Rahmen des UNHCR-Neuansiedlungsprogramms in Deutschland am Donnerstag mit folgenden Worten: "Die jetzt erfolgende Aufnahme der irakischen Flüchtlinge kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass das deutsche Asylsystem darauf ausgerichtet ist, Schutzbedürftige so bald wie möglich wieder loszuwerden."
Irakischer Flüchtling in Jordanien. Foto (c) UNHCR/SandsBerlin (epo.de). - Deutschland sollte sich im Rahmen von Neuansiedlungsprogrammen verpflichten, ein jährliches Kontingent von Flüchtlingen dauerhaft aufzunehmen und zu integrieren. Die Aufnahme irakischer Flüchtlinge in Deutschland könne nur ein erster Schritt sein. Das erklärten Vertreter von PRO ASYL, Amnesty International und des Diakonischen Werkes der EKD am Mittwoch in Berlin. Anlass ist das bevorstehende Eintreffen der ersten von insgesamt 2.500 irakischen Flüchtlingen, deren Aufnahme die Bundesregierung im letzten Jahr zugesagt hatte.
Illustration (c) BICC

Bonn (epo.de). - Rund 200 Vertreter aus Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft nehmen an der Konferenz "Migration and Displacement in Sub-Saharan Africa. The Security – Migration Nexus II" teil, die das Internationale Konversionszentrum Bonn (BICC) am 13. und 14. Februar in Bonn veranstaltet. Die internationale Konferenz im Haus der Deutschen Welle, an der auch zahlreiche Expertinnen und Experten aus Afrika südlich der Sahara teilnehmen, soll über die Ursachen unfreiwilliger Migration in dieser Region sowie die humanitären, sozialen und rechtlichen Konsequenzen für die Betroffenen diskutieren.
tdh Osnabrück (epo.de). - Das Kinderhilfswerk terre des hommes hat am Montag die Kampagne "Vertreibung stoppen! Kinder brauchen ein Zuhause" gestartet. Die Kampagne soll auf die Lage der 25 Millionen Binnenvertriebenen aufmerksam machen, die in rund 50 Ländern weltweit auf der Flucht vor Krieg und Gewalt sind. Ihre Lage sei "in vielen Fällen dramatisch", erklärte das Hilfswerk in Osnabrück.

Plakat von Pro Asyl

Berlin (epo.de). - Die Entwicklungsorganisation medico international und die bundesweite Arbeitsgemeinschaft für Flüchtlinge PRO ASYL haben eine Koppelung von Entwicklungshilfemitteln an Rückübernahmeabkommen für Asylbewerber abgelehnt. Ein Handel Geld gegen "illegale Migranten" sei "Eurozentrismus in partnerschaftlichem Gewande", kritisierten die Hilfsorganisationen am Montag, einen Tag vor den Beratungen in Paris über ein mehrjähriges Kooperationsprogramm in den Bereichen Migration und Entwicklung, an denen mehr als 80 Delegationen aus Europa und Afrika teilnehmen.

Im Jemen gestrandete Bootsflüchtlinge. Foto: UNHCR

Bonn (epo.de). - Der Golf von Aden ist aufgrund der eskalierenden Piraterie am Horn von Afrika in den Schlagzeilen. Kaum beachtet wird jedoch die Tragödie von Zehntausenden Flüchtlingen, in erster Linie Somalis, die versuchen Armut, Krieg und Verfolgung in ihren Ländern zu entkommen. Im Jahr 2008 wagten nach Angaben der UN-Flüchtlingshilfe bisher mehr als 38.000 Menschen die lebensgefährliche Überquerung des Golf von Aden in zerbrechlichen Booten, um in den Jemen zu gelangen. Mehr als 600 Menschen starben bei dem Versuch.
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