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Berlin. - Mit Blick auf die am 1. Dezember beginnende Weltklimakonferenz in der peruanischen Hauptstadt Lima hat der Freiburger Erzbischof Stephan Burger das katholische Hilfswerk MISEREOR ermutigt, sich weiterhin "als Anwalt für die Armen in die politischen und gesellschaftlichen Diskussionen über eine klimafreundlichere und gerechtere Entwicklung für Alle" einzubringen. Der Bischof forderte am Montag "ein entschlosseneres Handeln der internationalen Gemeinschaft zum Schutz des Weltklimas".

"Der Einsatz für die Bewahrung der Schöpfung und der Kampf gegen extreme Armut, damit alle Menschen ein würdiges Leben führen können, sind zentrale Themen für ein kirchliches Hilfswerk der Entwicklungszusammenarbeit wie MISEREOR", sagte Burger. "Schon heute wird durch den Klimawandel die bestehende Armut der Menschen in besonders betroffenen Regionen verschärft und führt zu neuen Verletzlichkeiten. Als Christen haben wir eine ausdrückliche Verantwortung für unsere Mitmenschen und die gesamte Schöpfung. Wir müssen uns mit allen Konsequenzen auch für den Klimaschutz einsetzen, damit Menschen in Ländern, die besonders von Klimaschwankungen und extremen Wetterverhältnissen bedroht sind, eine menschenwürdige Zukunft haben."

Die Politik müsse den Willen zu wirklich wirkungsvollen Abkommen aufbringen, appellierte Burger an die internationale Staatengemeinschaft. Im politischen Alltag würden Maßnahmen zum Klimaschutz oft genug verwässert. "Das können wir den in Armut lebenden Menschen in Ländern, die den Klimawandel auf gefährliche Weise zu spüren bekommen, nicht länger zumuten", unterstrich der Bischof.

Burger war im Oktober zum Vorsitzenden der MISEREOR-Kommission innerhalb der deutschen Bischofskonferenz gewählt worden. Seit Juli steht er dem Bistum Freiburg vor, das seit Jahren eine enge Partnerschaft mit Peru pflegt.

Am 26. und 27. November - nur wenige Tage vor der 20. Klimakonferenz in Peru - lädt MISEREOR zur Konferenz "Auf dem Weg nach Lima - Mit Neuer Energie für eine Nachhaltige Entwicklung" nach Berlin ein und diskutiert u.a., wie ein weltweiter Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft hin zu einer klimafreundlichen und gerechteren Entwicklung gestaltet werden kann. Gäste werden u.a. Umweltministerin Barbara Hendricks, Ottmar Edenhofer und Salemul Huq sein.

=> MISEREOR-Konferenz zum Klimawandel

Quelle: www.misereor.de 


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