Entwicklung

MDGNew York (epo). - Die Vereinten Nationen bleiben bei ihrem Vorhaben, die Millenniums-Entwicklungsziele (MDG) in die Agenda des UN-Gipfels Mitte September in New York aufzunehmen. Eine UN-Sprecherin erklärte, jeder Versuch, die acht Ziele aus der Abschluss-Erklärung des Gipfels herauszunehmen, werde Milliarden Menschen schaden. Die UNO reagierte damit auf Änderungsvorschläge des umstrittenen US-Botschafters John Bolton, der in einem der Generalversammlung unterbreiteten Dokument jegliche Referenz auf die Millenniumsziele vermieden hatte. Zu den Millenniumszielen gehört die Halbierung der Armut bis zum Jahr 2015.

HEKSZürich (epo). - Mit einer Kampagne unter dem Motto "Afrika braucht Medikamente - jetzt" fordern die Bethlehem Mission Immensee und das Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz (HEKS) die Schweizer Regierung zur vermehrten Unterstützung des Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria auf. Die Schweiz habe dem Globalen Fonds dieses Jahr lediglich vier Millionen US-Dollar zugesagt. Italien dagegen steuere 129, Holland rund 60 Millionen Dollar bei. Im Vorfeld der internationalen Konferenz zur Finanzierung des Globalen Fonds am 5. und 6. September in London haben sich die Hilfswerke mit diesem Anliegen an Bundesrätin Micheline Calmy-Rey gewandt.

Kofi AnnanNew York (epo). - UN-Generalsekretär Kofi Annan hat eine Aufstockung des UN-Nothilfefonds gefordert, um besser auf Notlagen wie die drohenden Hungersnot in Niger vorbereitet zu sein. Auch das Frühwarnsystem müsse verbessert werden, sagte Annan nach seiner Rückkehr von einem Informationsbesuch in Niger. In Afrika benötigten rund 20 Millionen Menschen aufgrund von Nahrungsmittelengpässen die Hilfe der Staatengemeinschaft.

BMZBerlin (epo). - Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul hat die Medienpreise Entwicklungspolitik verliehen. Der erste Preis ging an Christine Daum für einen von ZDF/3sat produzierten Fernsehbeitrag über eine Dorfschule. "Mit ihrer Professionalität und ihrem Engagement haben die ausgezeichneten Journalistinnen und Journalisten einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, ein breiteres Verständnis für Entwicklungspolitik zu wecken", erklärte die Ministerin.

Das Weisse Band in Paris. Foto: VENROBerlin (epo). - Rund 800 zivilgesellschaftliche Organisationen und viele prominente Unterstützer machen mit Aktionstagen in mehr als 70 Ländern ("White Band Days") vor der UN-Konferenz "Millennium+5", die Mitte September in New York stattfindet, auf ihr Anliegen aufmerksam: "Die extreme Armut muss und kann weltweit besiegt werden". In Deutschland hat der Verband Entwicklungspolitik (VENRO) unter dem Motto "Deine Stimme gegen Armut" bereits Hunderttausende Unterschriften gesammelt. Der Verband sucht noch aktive Helfer, die vor Ort mit anpacken können und das ein Kilometer lange Weiße Band nebst Unterschriften am 9. September auf der Reichstagswiese in Berlin dem Bundeskanzler präsentieren.

DEZABern/Fribourg (epo). - Die Mikrofinanzierung stand im Mittelpunkt der Jahrestagung der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) der Schweizer Regierung am Freitag in Fribourg. Bundesrat Joseph Deiss verwies auf der Tagung auf die langjährigen, komplementären Anstrengungen der DEZA und des Staatssekretariats für Wirtschaft (seco) der Direktion für Aussenwirtschaft, das für die wirtschaftliche Entwicklungszusammenarbeit der Schweiz zuständig ist, im Bereich der Finanzsektorförderung. Die Mikrofinanz sei ein wichtiges Instrument der Schweizer Entwicklungszusammenarbeit, betonte Deiss.

Heidemarie Wieczorek-ZeulBerlin (epo). - Die deutsche Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul hat der US-Administration vorgeworfen, sie wolle "den international vereinbarten Konsens in der Entwicklungspolitik verlassen". Die Ministerin reagierte damit auf die Vorschläge der US-Regierung zur Reform der Vereinten Nationen, in denen die USA unter anderem fordern, die Millenniums-Entwicklungsziele nicht in die Abschlusserklärung für den diesjährigen UN-Gipfel im September in New York aufzunehmen. Auch sollten die Geberländer nach den Vorstellungen der US-Administration nicht aufgefordert werden, ihre Mittel für Entwicklungszusammenarbeit zu erhöhen.

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