Rohstoffe

urgewald neuWashington. - Der Verwaltungsrat der Weltbank will am Dienstag eine Entscheidung zur umstrittenen Gaspipeline Southern Gas Corridor (SGC) fällen. Auf der Tagesordnung steht ein Beschluss zu einem Kredit über rund 800 Mio. US-Dollar für die Transanatolische Gaspipeline (TANAP), das türkische Teilstück des SGC. Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen kritisieren den Southern Gas Corridor wegen seiner schwerwiegenden Menschenrechtsauswirkungen.

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Berlin. - Zum Internationalen Tag der Menschenrechte hat urgewald die deutsche Version der Multimedia-Slideshow "Walking The Line" veröffentlicht. Sie zeigt die Folgen der Mega-Pipeline "Southern Gas Corridor", die Europa mit Gas aus Aserbaidschan versorgen soll und derzeit gebaut wird. Als Hauptargument für die 3.500 Kilometer lange Pipeline führt die EU an, dass sie sich unabhängiger von russischem Gas machen will. Gleichzeitig nehme die EU massive Menschenrechtsverletzungen, Landrechtskonflikte und Klimaschäden in Kauf.

Berlin. - Die EU-Kommission, das Europäische Parlament und die Mitgliedsstaaten haben sich am Mittwoch nach einjährigen Verhandlungen auf die Leitlinien einer Verordnung geeinigt, die den Handel mit den sogenannten Konfliktmineralien regulieren soll. Deutsche Umwelt- und Entwicklungsorganisationen begrüßen die Initiative, zeigen sich über den Inhalt der Einigung aber enttäuscht.

euBerlin. - Die Konfliktrohstoff-Verordnung der Europäischen Union läuft nach Einschätzung mehrerer zivilgesellschaftlicher Organisationen Gefahr, in der letzten Verhandlungsrunde ihre Wirkung zu verlieren. Hauptkritikpunkt sind die Schwellenwerte, die Europäischer Rat, EU-Kommission und Parlament nun festlegen wollen: Nach einem Vorschlag der slowakischen EU-Präsidentschaft sollen unter anderem bis zu 100 Kilogramm Gold ohne jegliche Verantwortung, also ohne dass der Importeur seine Lieferkette auf mögliche Konfliktfinanzierung überprüft, eingeführt werden können.

Berlin . - Am Mittwoch hat die Fortsetzung der Trilog-Verhandlungen zwischen EU-Kommission, Europäischem Parlament und EU-Staaten über den künftigen Handel mit Konfliktmineralien stattgefunden. Neben Entwicklungsorganisationen wie Germanwatch und dem Ökumenischen Netz Zentralafrika fordern auch Teile der Wirtschaft - z.B. der Unternehmensverband "Fachvereinigung Edelmetalle" - von der Bundesregierung, dass alle Unternehmen, die Konfliktmineralien verwenden, Sorgfaltspflichten einhalten müssen.

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